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Dax schließt im Minus: Iran-Krieg und Energiepreise belasten weiterhin die Märkte

Zum Wochenausklang hat der Dax nachgelassen. Der Index wurde zum Xetra-Handelsschluss mit 23.447 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem schwachen Start drehte der Dax bis zum frühen Nachmittag ins Plus, bevor er am späten Nachmittag wieder ins Minus rutschte.

„Die Anleger rund um den Globus befinden sich weiter im Bann der Nachrichten aus dem Krieg im Iran und dessen Auswirkungen auf die Energiepreise“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Die Flucht in die sicheren Häfen hält an und lastet auch auf dem Euro. Das verstärkt die Inflationsthematik in der Eurozone, da die ohnehin schon teuren Rohstoffe in US-Dollar abgerechnet und durch den schwachen Euro noch teurer werden“, erklärte der Analyst. „Die heute publizierten Großhandelspreise für Deutschland lagen in der Teuerungsrate bereits über der Erwartung und lassen erahnen, was noch auf die Konsumenten zukommen kann.“

Der Dax versuche, sich weiter zu stabilisieren. „Helfen könnte dabei auch wieder etwas mehr Zinssenkungsfantasie in den USA. So fielen die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter im Februar genau wie das Wirtschaftswachstum weit hinter die Erwartungen zurück“, so Lipkow. „Das deutet auf eine bereits beginnende, erkennbare Konjunkturverlangsamung hin und gibt der US-Notenbank mehr Spielraum. Der Krieg im Nahen Osten könnte diese Abkühlungstrends noch beschleunigen.“

Bis kurz vor Handelsschluss standen die Zalando-Aktien an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Das Schlusslicht bildeten die Papiere von Siemens Energy.

Unterdessen sank der Gaspreis geringfügig: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im April kostete 51 Euro. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund zehn bis zwölf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis stieg hingegen weiter: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 102,00 US-Dollar, das waren 1,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1441 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8740 Euro zu haben.

Foto: via dts Nachrichtenagentur