In einer Schule in Niedersachsen können Schüler ab dem kommenden Schuljahr erstmals Niederdeutsch als reguläre zweite Fremdsprache wählen. Das teilte das Kultusministerium am Donnerstag mit.
Demnach wurde die Einführung von Niederdeutsch bzw. Plattdeutsch als reguläres Unterrichtsfach an der Oberschule Uplengen genehmigt. Damit wird die Regionalsprache erstmals als ordentliches Fach im Schulalltag verankert, so das Ministerium. Ab dem kommenden Schuljahr können demnach Schüler der 6. Jahrgangsstufe Niederdeutsch als zweite Fremdsprache wählen.
Kultusministerin Julia Willie Hamburg bezeichnete den Schritt als „Meilenstein“ für die Sprachenvielfalt in Niedersachsen. „Wir geben diesen Sprachen nicht nur Raum im Klassenzimmer, sondern eine Zukunft – lebendig, hörbar und getragen von einer neuen Generation“, sagte sie. Bislang wurde Niederdeutsch in der Regel nur im Wahlpflichtbereich, in Arbeitsgemeinschaften oder im Ganztagsangebot unterrichtet. Die Oberschule Uplengen ist die erste Schule im Land, die das Fach nun regulär anbieten kann.
Zugleich zeichnete Kultusstaatssekretär Stephan Ertner vier weitere Schulen als „Plattdeutsche Schule“ oder „Saterfriesische Schule“ aus. Vier weitere Schulen wurden rezertifiziert. Insgesamt tragen nun 50 Schulen in Niedersachsen diesen Titel.
Foto: via dts Nachrichtenagentur






























