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Nadin Zaya: Brandmauer-Debatte in der FDP noch nicht beendet – Widerspruch gegen Kubicki

Das neu gewählte FDP-Präsidiumsmitglied Nadin Zaya hat der Linie von Parteichef Wolfgang Kubicki in der Brandmauer-Debatte widersprochen.

Auf die Frage, ob Kubickis Aussage „Ich kenne keine Brandmauer“ die neue Linie der gesamten FDP sei, sagte Zaya dem „Tagesspiegel“: Nein, das sei sie nicht. Sie zum Beispiel kenne eine Brandmauer. Die Diskussion über dieses Thema sei in der FDP noch nicht beendet. Für sie sei es tabu, einen Antrag mit den Stimmen der AfD durchzubringen. Damit gebe man dieser Partei einen Hebel, mit demokratischen Mehrheiten zu spielen. Diesen Hebel dürfe sie ihrer Meinung nach nicht haben, denn sie werde ihn garantiert undemokratisch nutzen.

In der Wahlentscheidung vom Wochenende will Zaya keine Richtungsentscheidung sehen. Die Wahl von Kubicki bedeute nicht, dass die FDP nach rechts rücke, sagte sie. Zur Rivalität von Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann sagte Zaya, sie könne sich gut vorstellen, dass die beiden sich am Ende sogar mögen. Die Beziehung zwischen den beiden sei immer sehr humorvoll. Sie würden in einer Art und Weise miteinander kommunizieren, die so nur zwischen genau diesen beiden funktioniere.

Nach seiner Wahl hatte Kubicki den „Tagesthemen“ gesagt, er wolle die Anhänger von Strack-Zimmermann „gar nicht“ für sich gewinnen. Dazu sagte Zaya dem „Tagesspiegel“, das wäre ein nachhaltiger Fehler und sie könne sich nur vorstellen, dass das eine Reaktion aus der Hitze des Parteitages heraus gewesen sei.

Foto: via dts Nachrichtenagentur