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Ifo-Präsident Fuest warnt: Staatsausgaben steigen, private Investitionen sinken – Abwärtsspirale droht

Die Entwicklung der Staatsausgaben und der Privatinvestitionen in Deutschland klafft immer weiter auseinander. Das berichtet die „Bild“ (Samstagausgabe) unter Berufung auf neue Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts.

Demnach hat sich der sogenannte Staatskonsum im ersten Quartal 2026 um 1,14 Prozent gegenüber dem Vorquartal weiter erhöht. Die privaten Investitionen sind um 0,12 Prozent gesunken.

Seit 2015 sind die Staatsausgaben laut Ifo-Institut um rund 30 Prozent gestiegen. Die privaten Investitionen sind dagegen wieder auf das Niveau von 2015 gefallen. Die Entwicklung läuft damit entgegengesetzt zu dem Vorhaben von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der die beiden Kurven während seiner Regierungszeit wieder annähern möchte.

Ifo-Präsident Clemens Fuest warnt angesichts der Zahlen vor einer weiter steigenden Steuer- und Abgabenlast. „Der Trend zu expandierenden Staatsausgaben und sinkenden privaten Investitionen ist ungebrochen“, sagte er. Dadurch würden Steuer- und Abgabelasten weiter steigen, was seiner Ansicht nach den Rückgang der privaten Investitionen beschleunige. Es sei dringend notwendig, die staatlichen Konsumausgaben einzudämmen, um diese Abwärtsspirale zu stoppen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur