Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat ihren Sinkflug nach Ansicht von Forschern vorerst gestoppt. Der entsprechende Indikator gebe in diesem Monat nicht weiter nach und erhole sich sogar moderat, teilten die GfK und das Institut NIM am Freitagmorgen mit.
Die Einkommenserwartungen der Verbraucher, die zuletzt signifikant eingebrochen waren, erholen sich in diesem Monat spürbar und liegen nun bei -13,0 Punkten. Dies ist ein Plus von 11,4 Punkten im Vergleich zum Vormonat. Da der Konflikt im Nahen Osten bislang nicht weiter eskaliert ist, scheine ein Teil der geopolitischen Unsicherheit inzwischen in den Erwartungen der Verbraucher eingepreist zu sein. Gleichzeitig deuteten politische Signale auf mögliche Entlastungsmaßnahmen hin. „Dies dürfte dazu beigetragen haben, dass sich die Einkommenserwartungen der privaten Haushalte aufgehellt haben“, heißt es von den Autoren der Studie. Insgesamt bleibt der Indikator im Vergleich zum Vor-Krisen-Niveau jedoch deutlich im pessimistischen Bereich.
Die Anschaffungsneigung verbessert sich um 1,2 Punkte im Vergleich zum letzten Monat und liegt nun bei -13,2 Punkten. Der Indikator, der sich ohnehin seit Längerem im Minus befindet, bleibt daher weiterhin eingetrübt und signalisiert, dass die Verbraucher es derzeit nicht besonders ratsam finden, größere Anschaffungen zu tätigen.
Die Sparneigung, die angibt, ob es die Menschen angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage derzeit für ratsam halten, zu sparen, sinkt in diesem Monat weiter: Sie steht nach einem Rückgang um 2,2 Zähler nun bei einem Wert von 13,9 Punkten. Dies ist der dritte Rückgang in Folge. Im langfristigen Vergleich ist dieser Wert nach wie vor sehr hoch, allerdings etwas niedriger als noch zu Beginn des Jahres.
Die Konjunkturerwartungen der Verbraucher verbessern sich in diesem Monat leicht um 2,5 Zähler auf -11,2 Punkte. Allerdings rechnet die Mehrheit der Verbraucher weiterhin mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in den kommenden zwölf Monaten. Vor dem Hintergrund der zuletzt mehrfach nach unten angepassten Wachstumsprognosen känne es jedoch als positives Signal gewertet werden, dass sich die Konjunkturerwartungen erholt haben. Dies dürfte im Kontext der deutlich gestiegenen Einkommenserwartungen stehen, heißt es.
Ebenso gehen die Verbraucher mehrheitlich davon aus, dass die Preise in den nächsten 12 Monaten steigen werden, aber auch hier ist der Indikator zuletzt gefallen. Im Vergleich zum Vormonat geht er um 5,4 Punkte zurück und weist einen Stand von -0,4 Punkten aus. Dieser Rückgang dürfte auf die Senkung der Energiesteuer auf Diesel und Benzin zurückzuführen sein, da Verbraucher diese Rückgänge stark wahrnähmen.
Foto: via dts Nachrichtenagentur




























