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Enkeltrickbetrüger erbeuten Schmuck und Gold am Marienhospital – Polizei bittet um Hinweise

Symbolfoto: Depositphotos

Osnabrück. Am Mittwochmittag, gegen 12.15 Uhr erhielt ein Ehepaar aus dem Stadtteil Westerberg einen Anruf. Eine Frauenstimme gab sich als Mitarbeiterin der Polizei Jena aus und behauptete, dass die Enkeltochter der Angerufenen einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe.

Man benötige nun eine Kaution in Höhe von 40.000 EUR, damit die Enkeltochter frei gelassen werden könne. Das Ehepaar vertraute den Anrufern, erklärte jedoch, dass sie diesen hohen Geldbetrag nicht zu Hause hätten, sondern nur Schmuck und Gold. Die Betrüger erfragten die Handynummer der Geschädigten, woraufhin diese kurz danach einen Anruf eines vermeintlichen Staatsanwaltes aus Osnabrück erhielten. Dieser setzte das Ehepaar am Telefon massiv unter Druck und verlangte eine absolute Schweigepflicht. Es wurde eine Übergabe der wertvollen Gegenstände um 13:30 Uhr am Haupteingang des Marienhospitals in Osnabrück vereinbart.

Dort übergab die 83-Jährige die Gegenstände an eine Abholerin, die wie folgt beschrieben wurde:


  • schmale Staur -südländischer Hautteint
  • kinnlange braune Haare
  • in Brauntönen gehaltene Kleidung
  • kurze Jacke
  • Hose
  • ca. 40 Jahre oder älter
  • Handtasche

Die Ermittler der Polizei suchen nun Zeugen, denen die beschriebene Frau oder die Gesamtsituation im Bereich des Marienhospitals aufgefallen ist. Die geschädigte Dame hatte eine auffallend rote Handtasche dabei und ist relativ groß (180-185 cm). Hinweise bitte an die Polizei unter 0541/327-3303 oder -2215.

Mit dieser und anderen bekannten Betrugsmaschen ist am Telefon jederzeit zu rechnen. Die Polizei bittet die Bevölkerung, sensibel und umsichtig mit derartigen Anrufen umzugehen. Die Polizei oder andere offizielle Stellen fordern niemals Geld am Telefon. Im Zweifel sollten Verwandte, Bekannte oder die Polizei angerufen werden, um sich Klarheit zu verschaffen. Wichtig dabei ist, dass man das Telefonat zuerst selber aktiv beendet und erst dann die neue Nummer wählt.

Hintergrund hierfür ist, dass die Betrüger vorgeben das Gespräch zu beenden, dies aber nicht tun. Auch wenn ein Piepton zu hören ist, sind die Anrufer noch in der Leitung. Wird nun die 110 gewählt, um sich bei der richtigen Polizei zu versichern, ob alles mit rechten Dingen zu geht, nehmen die Betrüger das Gespräch wieder auf und melden sich als Leitstelle der Polizei. Daher ist es wichtig, dass Betroffene selbst das Telefonat mit einem Knopfdruck beenden und sich nicht auf den zu hörenden Piepton verlassen. Außerdem sollte man sich niemals verbinden lassen. Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte kommentarlos auflegen.

PM/Polizei Osnabrück

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