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Universität pflanzt heimische Bäume im Rahmen der Aktion „1.000 Bäume für Osnabrück“

Gemeinsame Pflanzaktion mit Antonius Fahnemann, Dr. h.c. Fritz Brickwedde, Prof. Dr. Chadi Touma, Yvonne Bouillon, Wilhelm Feldkötter, und Jutta Essl. Foto: Jens Raddatz, Universität Osnabrück

Osnabrück. Im vergangenen Jahr starteten die Haarmann-Stiftung Umwelt und Natur und die Stiftung Osnabrücker Club eine gemeinsame Aktion, mit der in den kommenden Jahren 1.000 neue Bäume in Osnabrück gepflanzt werden sollen. Die Universität Osnabrück beteiligt sich an dieser Aktion mit zehn großen heimischen Bäumen, die jetzt auf dem Westerberg gepflanzt wurden.

„Bäume sind für das Stadtklima essentiell. Sie nehmen das Treibhausgas CO2 auf und setzen Sauerstoff frei. Und ganz nebenbei bieten Bäume auch Lebensraum für Tiere sowie Pflanzen und sorgen für einen gesunden Boden“, betont Yvonne Bouillon, technische Leiterin des Botanischen Gartens der Universität Osnabrück. Zusammen mit der Umweltkoordinatorin Jutta Essl hat sie die Baumpflanzaktion am Westerberg organisiert.

Nicht jede Baumart speichert gleich viel CO2. Eine Fichte beispielsweise absorbiert weniger CO2 als eine Kiefer, Buche oder Eiche. Da sich die klimatischen Bedingungen durch den Klimawandel ändern, muss immer wieder neu geprüft werden, welche Bäume am besten auf welchen Böden und in welchen Regionen angepflanzt werden sollten.

„Im Einvernehmen mit der Stadt wurde für den Westerberg eine Auswahl von heimischen Baumarten getroffen, die mit der Idee eines ‚Essbaren Campus‘ auf dem Westerberg in Einklang stehen“, erläutert die Umweltkoordinatorin der Universität. Seit vielen Jahren werden bei Neupflanzungen vor allem Obstbäume und Beerensträucher ausgewählt. „Studierende und Mitarbeitende finden diese Idee super“, so Essl.

Zu den zehn ausgewählten Baumarten gehören Kirschbäume in drei Sorten (Schneiders Späte Knorpel, Regina und Hedelfinger Riesenkirsche), ein Walnussbaum sowie zwei Speierlinge (Sorbus domestica) und zwei Elsbeeren (Sorbus torminalis), die auf die große Wiese an der Albrechtstraße gepflanzt wurden. „Dahinter verbirgt sich auch der Gedanke, auch seltene Wildobstgehölze in den Fokus zu rücken“, so Bouillon.

Zwei Esskastanien (Castanea sativa) wurden am Mittwoch (17. November) in einer gemeinsamen Pflanzaktion mit den Stiftungen an der südlichen Grenze des Campus Westerberg im Übergang zur freien Landschaft an der Musenburg gepflanzt. Die Esskastanie ist nicht nur als Lieferant für Maronen bekannt, sondern wird im Forst auch als ein „Waldbaum der Zukunft“ angesehen. Dank ihrer mediterranen Herkunft kommt sie gut mit warmen Temperaturen zurecht und kann zudem auf trockenen Standorten wachsen.

An der Pflanzaktion am Westerberg beteiligte sich auch die AG Klimaschutzfonds der Universität. Alle Beschäftigten in den Fachbereichen haben die Möglichkeit, die CO2-Emissionen dienstlicher Flugreisen über einen universitären Klimaschutzfonds zu kompensieren. Die Universität beteiligt sich mit zentralen Mitteln insofern, als für jeden gespendeten Euro, der in den universitären Klimaschutzfonds fließt, ein Betrag in gleicher Höhe zentral kofinanziert wird. Die Mittel kommen dann Klimaschutzmaßnahmen wie eben auch den Baumpflanzungen am Westerberg zugute.

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„Wir freuen uns sehr, dass die Universität Osnabrück sich an der Aktion „1.000 Bäume für Osnabrück“ beteiligt“, betonte der Vorsitzende der Stiftung Osnabrücker Club, Dr. Fritz Brickwedde während der Pflanzaktion. „Jeder gepflanzte Baum trägt zur Verbesserung des Osnabrücker Stadtklimas bei.“

Die beiden Stiftungen stellen in den kommenden Jahren 100.000 Euro für 500 Bäume zur Verfügung. Die anderen 500 Bäume werden von Partnern finanziert, erläutert Antonius Fahnemann, Vorsitzender der Haarmann Stiftung Umwelt und Natur, das Konzept. „Jeder der einen Baum für 200 Euro spendet, bekommt von unseren Stiftungen einen weiteren Baum dazu.“

PM/Uni Osnabrück

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