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Corona hinterlässt Spuren im Bistumshaushalt

Foto: Henning Hünerbein

Osnabrück. Die Corona-Pandemie hinterlässt auch im Haushalt des Bistums Osnabrück für das kommenden Jahr ihre Spuren. So plant das Bistum für 2021 mit Einnahmen und Ausgaben von rund 182,4 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahresplan sind das nach Angaben von Finanzdirektorin Astrid Kreil-Sauer rund sechs Millionen Euro weniger. Der Haushalt könne allerdings nur durch eine Rücklagenentnahme in Höhe von knapp neun Millionen Euro ausgeglichen werden, sagte sie bei der Vorstellung des Haushaltplanes am Montag (18. Januar) in Osnabrück. 81 Prozent der Einnahmen, also knapp 148 Millionen Euro, stammen aus Kirchensteuermitteln.
Aufgrund der Corona-Pandemie rechnet die Finanzdirektorin für 2021 mit etwa 12,5 Millionen Euro weniger Einnahmen aus der Kirchensteuer. „Frühestens 2023 werden wir wieder auf den Stand von vor der Pandemie kommen“, so die Finanzdirektorin. Schon im Jahr 2020 seien Investitionen zurückgestellt worden. Auch mittelfristig müssten, selbst wenn sich die Kirchensteuereinnahmen wieder stabilisierten, Einschnitte gemacht werden, so Kreil-Sauer.
Generalvikar Ulrich Beckwermert sagte, dass die Einschnitte für viele in den Gemeinden nicht einfach seien. Corona stelle das Bistum auch in finanzielle Hinsicht vor Fragen, auf die baldige Antworten gegeben werden müssten. „Was ist für unsere Arbeit essentiell? In welche Projekte und Aufgaben können wir unsere Mittel einbringen? Und in welche nicht mehr?“
Beckwermert machte aber klar, dass dieser Prozess auch Chancen bringe: Die Fokussierung führe dazu, dass das Bistum ein schärferes Profil entwickle. Außerdem schaue man stärker nach alternativen Formen der Finanzierung, versuche Partner zu gewinnen. „Diese Partnerschaften verankern uns zusätzlich in der Gesellschaft. Kirche wird so offener, versucht nicht immer nur alles alleine zu machen. Die Aufgaben, ich denke an die Bewahrung der Schöpfung und das soziale Miteinander, sind so groß, dass sie von allen zusammen angepackt werden müssen. Als Kirchen wollen wir hier einen Beitrag leisten.“
Rund 59,5 Millionen Euro oder knapp ein Drittel der Gesamtausgaben gehen an die 208 Kirchengemeinden, zum Beispiel für die Seelsorge, für Personal oder für Investitionen.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Bereich „Caritas, soziale Dienste“, der 31,6 Millionen Euro erhält. Dazu gehören unter anderem die Zuschüsse des Bistums für die Kindertagesstätten (14,6 Millionen Euro), die Caritasverbände (8,5 Millionen Euro) und die Ehe-, Familien-, Lebens- und Erziehungsberatungsstellen (6,0 Millionen Euro). In den Bereich „Bildung, Kunst, Medien“ investiert das Bistum rund 26,4 Millionen Euro. Der Großteil davon fließt in die katholischen Schulen.

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