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Großspielplatz im Hasepark fertiggestellt

Auf dem rollstuhlgerechten Karussell drehten Oberbürgermeister Wolfgang Griesert  (Mitte) und Gordon Brandenfels (Planung) mit den Schinkelkids die ersten Runden. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Lange mussten die Schinkelkids auf ihren Spielplatz warten. Vor gut eineinhalb Jahren haben sie ihre Ideen in einer Zukunftswerkstatt aufs Papier gebracht. Jetzt sind die Bauarbeiten für den Großspielplatz im Hasepark abgeschlossen. Und die Kinderaugen leuchten.
„Damit hat die Stadt neben dem Großspielplatz an der Lerchenstraße einen zweiten Platz mit einer Fläche von über 10.000 Quadratmetern geschaffen, der nicht nur als Spielplatz für Kinder, sondern als Mehrgenerationenplatz gestaltet wurde und ein attraktives Spielangebot für Jung und Alt darstellt“, erläutert Oberbürgermeister Wolfgang Griesert das Projekt.
Der eigentliche Spielbereich für Kinder befindet sich erhöht auf dem Plateau des Hügels. Es gibt einen separaten Bereich für Kleinkinder unter drei Jahren sowie einen Aufenthaltsbereich mit Tisch-Sitzbank-Kombinationen, einer Tischtennis-Platte und einer Boulebahn.
Für Jugendliche und sportliche Erwachsene gibt es an der Südflanke des Hügels einen Parcours- und Calisthenics-Bereich (Übung mit dem eigenen Körpergewicht an Stangen). Auch das Thema Inklusion wurde bei der Planung berücksichtigt. Ein Großteil der Geräte ist barrierefrei wie zum Beispiel ein rollstuhlgerechtes Karussell, eine Nestschaukel oder ein befahrbares Spielhaus. Ruhigere Bereiche mit Angeboten für Senioren werden durch weitere Fitnessgeräten an der Hase ergänzt.
Oberbürgermeister Wolfgang Griesert ist stolz auf das Projekt, das im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ entstanden ist. „Der Großspielplatz soll für das gesamte östliche Stadtgebiet interessant sein, aber auch die Bedürfnisse der Menschen im Stadtteil Schinkel besonders beachten. Der Hasepark erfährt durch den Großspielplatz eine deutliche Aufwertung.“
Die Hügel zwischen Buersche Straße, An der Rosenburg und dem Hockeyplatz an der Rotenburger Straße sind komplett neu modelliert worden. Gordon Brandenfels aus Münster, Verantwortlicher für die Planung, erklärt die Neugestaltung: „Die angrenzende Hase ist durch einen Aussichts- und Aufenthaltsbereich erlebbar. Der Haseuferweg führt auf der Südseite am Hockeyplatz, am Spielplatz und unter der Straßenbrücke An der Rosenburg entlang, damit Kinder aus den Wohnquartieren sicher zum Spielplatz gelangen können.“
Um die Wünsche aller Zielgruppen in die Planungen einbeziehen zu können, beteiligte die Stadt eine Vielzahl an Bürgerinnen und Bürgern. So konnten die Kinder aus dem Hort „Schinkelkids“ ihren Wunschspielplatz entwerfen Das städtische Kinder- und Jugendbüro unter der Leitung von Karin Wank und Rosa Jünemann hatte eine dreitägige Zukunftswerkstatt mit den Kindern durchgeführt und Modelle erstellt. Ganz oben auf der Wunschliste stand ein Baumhaus mit extra kurviger Rutsche. Geplant hat das Büro Brandenfels nach der Ideenliste der Kinder einen Dinosaurier aus Beton, eine Graffitiwand für Malkreide, ein Blumenteppich, eine Nestschaukel und Trampoline. Beim Einhorn mussten die Planer aus Münster passen, denn die Verletzungsgefahr durch ein Horn wäre nicht ausgeschlossen. Es ist ein Holzpferd geworden.
Im Vorfeld gab es auch Abstimmungstermine mit Parcourssportlern für den Trendbereich. Außerdem wurden Gespräche mit dem Verein für Lebenshilfe und dem Behindertenforum geführt, um auch inklusive Spielangebote zu schaffen.
Weil die Aufenthaltsdauer auf einem Spielplatz dieser Größe länger ist, als auf einem kleinen Spielplatz, wird es eine Toilettenanlage geben. Die Öffnungszeiten sollen an die Tagesnutzung angepasst werden. Die Anlage wird zum Frühjahr fertiggestellt.
Dass es nun doch länger als geplant gedauert hat, lag zum einen an den langen Lieferzeiten der Spielgeräte, zum anderen brauchte der Einbau eines Fallschutzbodens trockenes und warmes Wetter.
Die Kosten für den Großspielplatz von 912.000 Euro werden aus Städtebaufördermittel „Sozialer Zusammenhalt“ finanziert.

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