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Stadt Osnabrück stattet Schüler mit digitalen Endgeräten aus

Symbolfoto

Osnabrück. Für viele Schülerinnen und Schüler wurden mit der Schulschließung im März Laptops und Tablets zum wichtigsten Mittel, von zu Hause aus zu lernen. Die Stadt Osnabrück hat deshalb einen Antrag auf Unterstützung durch ein Sofortausstattungsprogramm des Bundes für digitale Endgeräte gestellt – und die beantragten 1,34 Millionen Euro vollständig bewilligt bekommen.
Rückblick: Lehrkräfte schickten in der Zeit, als die Schulen geschlossen hatten, Aufgaben, erstellten selbst Lehrvideos oder beantworteten Fragen in Videotelefonaten. Auch wenn dies den Präsenzunterricht nicht gleichwertig ersetzen konnte, bekamen die Schülerinnen und Schüler so die Möglichkeit, sich mit den Unterrichtsinhalten zu befassen und Themen von ihren Lehrerinnen und Lehrern erklärt zu bekommen. Wer jedoch kein Tablet oder Notebook zur Verfügung hatte, bekam diese Möglichkeit nicht.
Ziel des Bundes-Programmes ist es, Schülerinnen und Schüler, deren Eltern sich kein Notebook oder Tablet leisten können, leihweise mit digitalen Endgeräten auszustatten. Das soll ihnen das Arbeiten von zu Hause aus ermöglichen, wenn es erforderlich ist. „Chancengleichheit durch Bildungsteilhabe und Bekämpfung von Kinderarmut ist eines der strategischen Ziele unserer Stadt“, sagt Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann. „Deshalb freue ich mich sehr, dass wir diesem Ziel durch die Förderung ein Stück näherkommen können.“ Damit Lehrkräfte professionelle Online-Lehrangebote erstellen können, sind die Zuwendungen zudem dafür vorgesehen, Aufnahmetechnik und Software anzuschaffen und das Lehrpersonal zu schulen.
Um die Förderung zielgerichtet dort einsetzen zu können, wo sie benötigt wird, hat der Fachbereich Bildung, Schule und Sport bereits im Juni die Bedarfe der Schulen in städtischer Trägerschaft abgefragt. Während der Sommerferien hat eine europaweite Ausschreibung stattgefunden. Mitte August hat die Stadt dann die Aufträge vergeben, sodass die ersten Geräte voraussichtlich rund um die Herbstferien zur Verfügung stehen werden. Die Schulen schließen dann mit den Eltern der Kinder, die ein Gerät erhalten, einen Leihvertrag ab. „Darin ist dann auch festgehalten, dass die Geräte ausschließlich für den schulischen Gebrauch gedacht sind“, erklärt Christian Fromme vom städtischen Fachbereich Bildung, Schule und Sport.
Insgesamt stellt der Bund über das Programm 500 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel der Förderung ist es, einem möglichst hohen Anteil von Schülerinnen und Schülern digitalen Unterricht mit schulgebundenen mobilen Endgeräten zuhause zu ermöglichen, soweit hierzu aus Sicht der Schulen ein besonderer Bedarf besteht zum Ausgleich sozialer Ungleichgewichte.

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