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Nach dem Großbrand: Wie geht es der Hase?

Die mit einem Schiffsdiesel ausgestattet Löschpumpe verdünnt mit bis zu acht Kubikmetern pro Minute Wasser die Hase. Foto: Stadt Osnabrück Gerhard Meyering

Osnabrück. Nach nunmehr drei Tagen ist der größte Teil des mit Schadstoffen kontaminierten Hasewassers durch die Stadt abgeflossen. Vom Oberlauf der Hase konnte frisches Wasser auf natürlichem Wege nachfließen. Schaumbildung tritt nicht mehr auf, auch der Sauerstoffgehalt der Hase stabilisiert sich auf ein normales Niveau. „Dies ist zwar eine erste bescheidene, aber dennoch eine sehr gute Nachricht“, so der Erste Stadtrat Wolfgang Beckermann. „Dennoch empfehlen wir in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt von Stadt und Landkreis Osnabrück, in den nächsten zwei Wochen vorsorglich nicht in der Hase zu angeln und auf den Verzehr von Fischen aus der Hase, die ab Osnabrück flussabwärts geangelt wurden, zu verzichten. Auch sollten sich Menschen nicht in das Hasewasser begeben. Das gleiche gilt für Haus- und Nutztiere.“
Da das Hasewasser nicht mehr angereichert oder verdünnt werden muss, wurden die Pumparbeiten zur Verdünnung der Hase heute Morgen um 6 Uhr eingestellt. Insgesamt wurden etwa 80 Millionen Liter sauberes Wasser aus dem Stichkanal und dem Stockumer See zur Verdünnung der Schadstoffwolke von Technischem Hilfswerk und Berufsfeuerwehr mittels Hochleistungspumpen in die Hase umgepumpt.
Zwar können mit dem frisch nachgeflossenen Wasser auch Fische wieder die Hase hinabschwimmen, jedoch dürften diese auf wenig Nahrung stoßen. Experten schätzen daher, dass es zwei bis drei Jahre dauern wird, bis sich die Fauna in der Hase wieder erholt hat.
Um die Schadstoffwolke im Hasewasser außerhalb des Stadtgebietes kümmert sich zuständigerweise die Untere Wasserbehörde des Landkreises, mit der die Stadt Osnabrück in ständigem Austausch steht. Bisher wurden unterhalb von Osnabrück noch keine toten Fische entdeckt.
Heute werden an der Pernickelmühle in der Osnabrücker Innenstadt weitere verendete Fische aus dem Wasser geholt. Bislang wurden nach Auskunft des Unterhaltungsverbandes Obere Hase, der in Amtshilfe der Stadt bei der Bergung der toten Fische hilft, zirka 1000 Kilogramm Fische eingesammelt und entsorgt.
Zurzeit werden mit dem Technischen Hilfswerk Abdichtungsmaßnahmen umgesetzt, um den Abflusskanal des Regenklärbeckens in der Nähe der Brandstelle von Restmengen an kontaminierten Rückständen durch Spülung zu reinigen. Dazu hat auch die Deutsche Bahn einen Waggon zum Transport der hierfür notwendigen Materialien und Geräte zur Verfügung gestellt, da der Ausfluss des Kanals aus dem Regenklärbecken in die Hase sich direkt neben einem Güterbahngleis befindet und anders nicht zu erreichen ist.

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