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Kulturbrücke vergibt erste Fördergelder an lokale Kulturschaffende

Setzen sich für die lokalen Kulturschaffenden ein: (von links )Sebastian Strauß, Initiator der Kulturbrücke, Wolfgang Beckermann, Erster Stadtrat, Sascha Göpel, Initiator der Kulturbrücke, Ulrike Burghardt, Vorsitzende der Bürgerstiftung, Patricia Mersinger, Leiterin des Fachbereichs Kultur der Stadt Osnabrück, Marco Gausmann, Vorsitzender des Musikbüros Osnabrück e.V., Anke Bramlage; Leiterin des Projektbüros im Fachbereich Kultur, und die stellvertretende Kulturausschussvorsitzende Brigitte Neumann. Foto: Claudia Sarrazin

Osnabrück. Gerade die Solo-Selbstständigen und Einrichtungen der lokalen Kulturszene leiden unter den Folgen der Corona-Pandemie. Die Kulturbrücke Osnabrück, ein Verbund aus Akteuren der hiesigen Kulturszene, möchte die Osnabrücker Kulturschaffenden unterstützen und helfen, die kulturelle Vielfalt in der Friedensstadt zu erhalten. Nun werden die ersten 5.000 Euro, der bisher von der Initiative gesammelten Spenden in Höhe von fast 7.000 Euro, vergeben. Anträge können noch gestellt werden.
Viele Kulturschaffende haben mehrere Standbeine, doch in der Corona-Krise sind ihnen oft alle gleichzeitig weggebrochen. So konnten Profi-Musiker beispielsweise weder selbst auftreten noch als Musikpädagogen arbeiten oder Fotografen weder auf öffentlichen oder kulturellen Veranstaltungen noch auf Hochzeiten fotografieren. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Kulturschaffende als Solo-Selbstständige tätig sind. Für sie war es bei den bisherigen Förderungen schwierig, Unterstützung zu erhalten. „Wir haben von vielen gehört, die vorher sehr gut dastanden, jetzt vor dem Nichts stehen und nicht wissen, wie es weitergeht“, berichteten Sascha Göpel und Sebastian Strauß, die Initiatoren der Kulturbrücke.

Osnabrücker halten zusammen und können viel schaffen

Bisher sind auf Initiative der Kulturbrücke fast 7.000 Euro Spenden zusammengekommen. „Ich freue mich über dieses Ergebnis“, erklärte Wolfgang Beckermann, Erster Stadtrat: Zu Beginn der Pandemie hatten die Kulturschaffenden viele Sorgen, und zugleich viele Ideen. Nun hat sich ein Mehrklang unterschiedlicher Institutionen und Gruppen zusammengeschlossen, um eine möglichst große Unterstützung zu organisieren. „Jetzt in der Krise wird uns überall bewusst, was uns ohne Kultur fehlt“, stellte die stellvertretende Kulturausschussvorsitzende Brigitte Neumann fest.

Warum Hilfe nottut

„Ich finde es sehr bemerkenswert, dass die Kulturszene selbst die Initiative ergriffen hat. Die Kulturbrücke ist so auch eine Art Selbsthilfe“, so Beckermann, und fügte hinzu: „Es ist wichtig, dass wir in der Stadt die vorhandene Kultur mit viel Energie über Wasser halten.“ Er nutze die sitzungsfreie Zeit für Besuche bei und Gespräche und mache sich große Sorgen: „Ich glaube, dass es in den nächsten Monaten ziemlich eng wird. Wir brauchen alle einen langen Atem.“ So mancher hat den Eindruck, nun würde das öffentliche Leben wieder hochgefahren und alles wäre wieder gut. „Das ist ein Irrtum“, so Beckermann, und Göpel fügte hinzu: „Für uns ist es noch nicht vorbei.“

Wer gefördert werden kann

Göpel hoffte, dass noch möglichst viele Kulturschaffende „über ihren Schatten springen“ und bei der Kulturbrücke Anträge stellen: „Denn sie können nichts für Corona.“ Förderanträge von Kulturschaffenden und Institutionen aus Osnabrück werden seit dem 6. Juli von der Kulturbrücke Osnabrück angenommen. Die Mittel werden ohne Abzüge zu 100 Prozent ausgeschüttet. Im ersten Durchgang stellt die Initiative 5.000 Euro bereit. Die Anträge hierfür können noch bis Samstag, 8. August, direkt digital auf der Internetseite der Kulturbrückewww.kulturbruecke-os.de eingereicht werden oder als Formular heruntergeladen werden. Förderungsfähig sind vorrangig solo-selbständige Kulturschaffende, deren Lebensmittelpunkt in Osnabrück zu verorten ist und die durch die Corona-Krise in finanzielle Schieflage geraten sind.

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Dies ist die Jury der Kulturbrücke

Zur Jury, die über die Anträge entscheidet gehören: Die stellvertretende Kulturausschussvorsitzende Brigitte Neumann, Klaus Thorwesten, der als Berater für den Landesverband Soziokultur Niedersachsen tätig ist, die Leiterin im Fachbereich Kultur der Stadt Osnabrück Patricia Mersinger, die Leiterin des Projektbüros im Fachbereich Kultur der Stadt Osnabrück Anke Bramlage, der Vorstandsvorsitzender des BBK, Jens Raddatz sowie der Vorsitzender des Musikbüros Osnabrück, Marco Gausmann und Ulrike Burghardt, Vorsitzende der Bürgerstiftung.

Jede Spende zählt

Die Kulturbrücke – ein Verbund aus der lokalen Kulturszene – ruft alle zum Spenden zugunsten der Kulturschaffenden auf. Initiator Göpel betonte: „Uns helfen auch fünf oder zehn Euro, Kleinvieh macht auch Mist.“ Und Ulrike Burghardt, erste Vorsitzende der Bürgerstiftung erklärte: „Wir stellen das Konto zur Verfügung. Das ist das Mindeste, was wir tun können.“ Spenden sind nicht nur über ein Konto der Bürgerstiftung, sondern auch digital per Paypal überwww.kulturbruecke-os.de eingereicht.

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