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Müllabfuhr im Landkreis Osnabrück setzt neues Fahrzeug mit Elektroaufbau ein

Sie präsentieren das neue Fahrzeug der AWIGO LOGISTIK, in dem Sperr-abfälle elektrisch gepresst werden (v.l.n.r.): Geschäftsführer Ralf Zöller, Werkstattleiter Andreas Weber, KFZ-Technikermeister Patrick Weber, Landrätin Anna Kebschull und Geschäftsführer Christian Niehaves. Foto: S. Hehmann

Georgsmarienhütte. Ab sofort ist auf den Straßen des Osnabrücker Landes das erste Abfallsammelfahrzeug unterwegs, das nicht nur durch Dieselkraftstoff betrieben wird: Die zuständige AWIGO LOGISTIK, eine gemeinsame Tochtergesellschaft von AWIGO und REMONDIS, Region Nord, ergänzte ihre Lkw-Flotte jetzt um ein Fahrzeug mit elektrischem Aufbau. Es wird täglich bei der Sammlung von Sperrabfällen im Landkreis eingesetzt.

Die Anschaffung eines zusätzlichen Lkw für die Sperrmülltouren wurde notwendig, um die Betriebsabläufe logistisch zu optimieren. Vor diesem Hintergrund entschieden sich die Verantwortlichen für eine Investition von 275.000 Euro in eine moderne Fahrzeuglösung, die konventionellen und alternativen Antrieb verbindet.

Elektrisch betriebener Aufbau

Während das Fahrgestell wie die restliche Lkw-Flotte mit Dieselkraftstoff bewegt wird, ist der Aufbau des neuen Sammelfahrzeugs besonders: Es handelt sich um einen sogenannten ZOELLER-Kipper E-PTO. Seine Arbeitshydraulik wird komplett elektrisch betrieben, sodass der Dieselmotor beim Einladen der Sperrabfälle an den Haushalten abgestellt werden kann. Für die Stromversorgung des Akkus greift die AWIGO-Gruppe ausschließlich auf 100 Prozent Ökostrom zurück, teilweise sogar auf den selbst erzeugten Solarstrom vom Werkstattdach der AWIGO.

Weniger Emissionen

Bei einem Testeinsatz hatte dieser Fahrzeugtyp überzeugt: Im gewöhnlichen Tagesgeschäft ließ er sich problemlos einsetzen. Da beim Einladen der Sperrabfälle kein Dieselkraftstoff mehr verbraucht wurde, reduzierte sich der Spritverbrauch im Vergleich zu den bisher eingesetzten Sperrmüllfahrzeugen um bis zu 15 Prozent. Außerdem nahm auch die Lautstärke des Fahrzeugs an den Haushalten durch den Einsatz des elektrischen Aufbaus um bis zu zehn Dezibel ab.

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Fahrzeugflotte zukunftsorientiert weiterentwickeln

Landrätin Anna Kebschull begrüßt die zukunftsorientierte Vorgehensweise beim Abfallwirtschaftsunternehmen aus der Region: „Es freut mich, dass die AWIGO-Gruppe offen für neue Trends ist und einen ersten Schritt zur Weiterentwicklung ihrer Fahrzeugflotte hin zu alternativen umweltschonenden Antrieben geht. Wir werden diese Schritte konsequent weitergehen und zukunftsfähige nachhaltige Strategien für die AWIGO gemeinsam voranbringen.“

Fakt sei, dass sich der Fuhrpark der Müllabfuhr im Landkreis sicherlich verändern werde, entgegnen die AWIGO LOGISTIK-Geschäftsführer Christian Niehaves und Ralf Zöller. „Bislang sind wir aber noch auf der Suche nach alltagstauglichen Modellen für unser Entsorgungsgebiet. Wir testen seit Jahren immer wieder neue Fahrzeuge im Tagesgeschäft und werden uns auch weiterhin intensiv mit der Einbindung umweltschonender Antriebsmodelle in unseren Fuhrpark auseinandersetzen. Warten wir ab, wie schnell weitere Modelle auf das Sperrmüllfahrzeug mit elektrischem Aufbau folgen werden“, stellen die Geschäftsführer abschließend in Aussicht.

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