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Autonomer Shuttlebus ab Mai in Bad Essen unterwegs

Gemeinsame „Hubi“-Vorbereitung für den bevorstehenden Einsatz in Bad Essen: (V.l.) Bürgermeister Timo Natemeyer und Stadtwerke-Prokurist Werner Linnenbrink. Foto: Stadtwerke Osnabrück, Lennart Friebel

Osnabrück/Bad Essen. Ab Mai dreht der autonom fahrende Shuttlebus „Hubi“ seine Runden in Bad Essen. Die Stadtwerke Osnabrück und die weiteren Partner des Förderprojektes „Hub Chain“ wollen dabei den „Hubi“-Einsatz und die -Nutzung im ländlichen Raum testen. Der Minibus soll insbesondere als Zubringer- und Abholshuttle per App-Bestellung dienen.
„Wir haben für die dritte Testphase ein sehr gut geeignetes Testgebiet gefunden“, freut sich Werner Linnenbrink, Leiter Mobilitätsangebot der Stadtwerke Osnabrück. Ab Mai wird „Hubi“ auf einem rund zwei Kilometer langen Kurs im Bad Essener Ortszentrum unterwegs sein und wichtige Anlaufstationen wie das Freibad, den Ortskern am Kirchplatz, die Marina und zentrale Nahversorger miteinander verbinden. Der Shuttle soll dabei die Strecke der sogenannten ersten bzw. letzten Meile abbilden und die Anbindung an die vorhandenen Buslinien 213, 215, 216, 276 und X276 übernehmen.

Attraktive und herausfordernde Route

„Wir freuen uns auf ‚Hubi‘ und sind überzeugt, dass wir in Bad Essen optimale wie auch spannende Voraussetzungen bieten können“, betont Bad Essens Bürgermeister Timo Natemeyer. Die Verbindung der einzelnen Anlaufpunkte mache die Shuttle-Nutzung für Kurgäste, Tagesbesucher oder auch mobilitätseingeschränkte Fahrgäste sehr attraktiv. Die ausgesuchte Strecke sei zudem auch verkehrlich herausfordernd. „‘Hubi‘ ist in Kreisverkehren und auf vielbefahrenen Straßen unterwegs – der Shuttle wird das Straßenbild im Ortskern somit deutlich prägen.“

Ausschließlich im öffentlichen Straßenraum

Sowohl die Gemeinde als auch die „Hub Chain“-Partner setzen daher hohe Erwartungen in die bevorstehende dritte Testphase. „Hubi“ wird ausschließlich im öffentlichen Straßenraum unterwegs sein und kann bequem per App als Zubringer- und Abholshuttle bestellt werden. „Wir sind gespannt, wie die Bad Essener und auch die Kurgäste das Angebot annehmen“, so Stadtwerke-Projektleiterin Sandra van Tongern. Bürgermeister Timo Natemeyer setzt zudem auf die mediale Strahlkraft des autonom fahrenden Shuttlebusses: „‘Hubi‘ verschafft uns als Kurort noch mehr Aufmerksamkeit.“

Bad Essen statt Meckpomm

Ursprünglich war geplant, dass die dritte „Hubi“-Testphase in einem ländlichen Raum in Mecklenburg-Vorpommern stattfindet. „Dies ließ sich aber leider nicht umsetzen – umso glücklicher und dankbarer sind wir, mit der Gemeinde Bad Essen einen mehr als gleichwertigen Partner gefunden zu haben“, betont Udo Onnen-Weber vom „Hub Chain“-Konsortialpartner KOMOB (Kompetenzzentrum ländliche Mobilität). Neben Bad Essen hätten weitere Gemeinden aus dem Osnabrücker Land Interesse signalisiert, als „Hubi“-Testgebiet zur Verfügung zu stehen. “Das Bad Essener Engagement hat uns aber sehr überzeugt.“

Wieder Steward an Bord

Seine ersten Runden in Bad Essen wird „Hubi“ bereits im April drehen – dann aber noch ohne Fahrgäste. „‘Hubi‘ muss die neue Strecke erst erlernen. Erst danach geht’s in den richtigen Betrieb – natürlich mit eingewiesenem Steward an Bord, der bei Bedarf manuell eingreifen kann“, erläutert Sandra van Tongern. Der Shuttle wird mit einer Maximalgeschwindigkeit von 15 km/h unterwegs sein. „Dies erfordert natürlich auch vorausschauende Rücksichtnahme aller anderen Verkehrsteilnehmer“, ergänzt Bürgermeister Timo Natemeyer, der „Hubi“ erst kürzlich bei einem Besuch am ICO getestet hat.

„Hubi per App“ am ICO

Wer schon jetzt Interesse an einer „Hubi“-Nutzung in Bad Essen hat, kann sich als Testnutzer auf www.hubchain.de registrieren und erhält Zugriff auf die Buchungs-App. „Wir haben bereits rund 160 registrierte Mitfahrer für unsere aktuell laufende Testphase Zwei im Osnabrücker Wissenschaftspark“, sagt Sandra van Tongern. Seit dieser Woche ist der „Hubi“-Testbetrieb am ICO auf den sogenannten On-Demand-Verkehr umgestellt. Der Shuttle bedient die Haltestellen entlang des Rundkurses somit nur, wenn er vorab von den Testnutzern über die Buchungsapp bestellt wurde. „Allerdings muss „Hubi“ derzeit aufgrund technischer Probleme eine Pause einlegen. Wir hoffen, dass die Störungen schnell behoben sind.“

Zum Hintergrund: Hub Chain

Kernstück des vom Bundeswirtschaftsministerium unterstützten Förderprojektes Hub Chain ist die Entwicklung einer neuartigen digitalen Mobilitätsplattform für sogenannte „On-Demand“-Verkehre. Diese Verkehre auf Bestellung können und sollen insbesondere in weniger verdichteten Regionen das Busliniennetz ergänzen – und insofern attraktiver machen, dass sie die Fahrgäste zu den zentralen Umstiegspunkten der bestehenden Buslinien bringen.

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