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Neue E-Bus-Endwende in Schinkel-Ost

Peter Klausing (Ingenieurplanung Wallenhorst), Joachim Kossow (Stadtwerke) und Alexander Bardenberg (Stadt) informieren über die Umbaupläne für die neue E-Bus-Endwende in Schinkel-Ost. Foto, Stadtwerke Osnabrück / Uwe Lewandowski

Osnabrück. Das neue Busliniennetz ab Februar sowie die fortlaufende Elektrifizierung der neuen MetroBus-Linien machen den Umbau vieler bestehender Busendwenden erforderlich – so wie auch an der künftigen M3-Endwende Schinkel-Ost. Bei einer Infoveranstaltung vor Ort in einem E-Gelenkbus haben die Stadtwerke gemeinsam mit der Stadt die direkten Anlieger über die Umbaupläne informiert.
„Aus der bisherigen Haltestelle mitsamt Endwende wird im Grunde ein Umstiegspunkt mit Ladestation“, fasst Thomas Schniedermann das Ziel der Umbauarbeiten zusammen. Als Leiter Fahrplan hatte der Stadtwerke-Experte maßgeblich an der Entstehung des neuen Liniennetzes mitgewirkt. Ab dem 5. Februar wird die Haltestelle „Schinkel-Ost“ an der Belmer Straße/Ecke Ölweg Start und Ziel der neuen MetroBus-Linie M3 von und nach Sutthausen bzw. Hagen a.T.W.. „Neu ist zudem die Verknüpfung mit der neuen Linie 11“, so Schniedermann. „Das bedeutet, dass wir insbesondere am Ölweg mehr Raum für den Zu-, Um- und Ausstieg benötigen und auch Haltestellen-Positionen verlagern.“

Kurze Wege

Drei Haltestellen sollen im Bereich der neuen Endwende entstehen. „Alle Haltestellen liegen nah beieinander, so dass wir die Wege für einen Umstieg sehr kurz halten können. Durch die kompakte Lage der Haltestellen ist für einen Umstieg zudem auch keine Querung der Belmer Straße erforderlich“, erläutert Schniedermann. Die bestehende Endwende im Bereich Belmer Straße/Ölweg wird zudem räumlich erweitert, um insbesondere Platz für die benötigten Schnellladestationen zu schaffen. „Die zwei Ladestationen sind unabhängig voneinander anfahrbar und werden parallel zur Belmer Straße ausgerichtet“, ergänzt der E-Bus-Fachmann der Stadtwerke, Joachim Kossow. Wie schon an den E-Bus-Endwenden der Linie M1 in Haste und Düstrup werden auch hier die E-Gelenkbusse künftig über einen Pantograf auf dem Fahrzeugdach und eine Ladehaube am Mast geladen.

Bäume werden nachgepflanzt

„Wir haben im Vorfeld intensiv geprüft, ob es alternative Standorte für eine E-Bus-Endwende gibt“, so Kossow weiter. Der bestehende Standort biete aber die besten Voraussetzungen für die Erweiterung – mit dem Anspruch, die angrenzende Grünfläche so gering wie möglich anzutasten. Daher wird der Linksabbiegestreifen von der Belmer Straße in den Ölweg aufgegeben und die Straßenbreite reduziert. „Es lässt sich aber wohl nicht vermeiden, dass bis zu sechs Bäume weichen müssen“, ergänzt Thomas Schniedermann. „Wir suchen allerdings im direkten Nahbereich nach Möglichkeiten für Ersatzpflanzungen.“ Für Fußgänger und Radfahrer soll die Situation insofern verbessert werden, dass es in der Belmer Straße eine zusätzliche Querungshilfe geben wird.

E-Busse ab Mitte 2020

Die Arbeiten in der Endwende sollen bis Mitte des kommenden Jahres abgeschlossen sein. Dann wird die Linie M3 mit den neuen E-Gelenkbussen vom Typ VDL Citea SLFA-181 Electric bedient. Wann die Haltestellen aus- und umgebaut werden, steht noch nicht fest. „Das bedeutet, dass die Busse der Linien M3 und 11 ab dem 5. Februar zunächst teils provisorisch eingerichtete Haltepositionen anfahren werden“, erläutert Schniedermann. Der Stadtwerke-Experte betont, dass die Anlieger rechtzeitig und fortlaufend über die kommenden einzelnen Baufortschritte informiert werden. „Uns ist bewusst, dass die direkten Anwohner dem Umbau eher kritisch gegenüberstehen. Wir wollen daher den direkten und transparenten Dialog stärken.“

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Hintergrund

Am 5. Februar geht das neue Busliniennetz im Osnabrücker Stadtgebiet in Betrieb. Wesentliche Merkmale sind die Stärkung der wichtigen Achsen (MetroBus-Linien), ergänzende StadtBus-Linien sowie eine neue Ringlinie, die mehrere Stadtteile miteinander und direkt verbindet. Die fünf MetroBus-Linien werden schrittweise rein elektrisch bedient. Die sukzessive Elektrifizierung des Nahverkehrs in Osnabrück ist ein wesentlicher Baustein des gemeinsamen Projekts „Mobile Zukunft“ von Stadt und Stadtwerken Osnabrück. Hierzu gehören nachhaltige Mobilitätskonzepte, die Förderung der umweltfreundlichen Nahmobilität, Förderung der E-Mobilität sowie die Stärkung des Radverkehrs und die Förderung des ÖPNV.

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