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Stadt Osnabrück feiert Richtfest der zweiten Feuerwache

(von links) Stadträtin Katharina Pötter, Dietrich Bettenbrock, Leiter der Feuerwehr Osnabrück, Wilhelm Tarner, Projektleiter Lühn Bau, Marius Keite, Vorsitzender des Ausschusses für Feuerwehr und Ordnung, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und Beyhan Ciftci, Geschäftsführer Lühn Bau, beim Richtfest der Feuerwache 2. Foto: Stadt Osnabrück, Simon Vonstein

Osnabrück. Ein halbes Jahr nach Baubeginn hat die Stadt Osnabrück das Richtfest der zweiten Feuerwache im Stadtteil Darum-Gretesch-Lüstringen gefeiert. „Man kann und darf sein eigenes Leben riskieren, aber nie das Leben eines anderen.“ Mit diesen Worten des Philosophen Karl Popper eröffnete Oberbürgermeister Wolfgang Griesert seine Rede bei der Feier in der Nordstraße in Gretesch. „Mit der neuen Wache erhöhen wir die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger insbesondere im Osten der Stadt.“ Die neue Feuerwache kostet rund zehn Millionen Euro und wird voraussichtlich im Herbst 2020 fertiggestellt.
Bereits 2012 kam ein Gutachten des Unternehmens „Luelf & Rinke Sicherheitsberatung“ zu dem Ergebnis, dass die Feuerwehr in den Stadtteilen Schinkel, Widukindland und Darum-Gretesch-Lüstringen keinen flächendeckenden Brandschutz sicherstellen kann. Das heißt, dass die Feuerwehr ohne den Bau einer zweiten Feuerwache nicht gewährleisten kann, diese Bereiche innerhalb von acht Minuten zu erreichen.
Daraufhin wägten Politik und Verwaltung eine Vielzahl an Möglichkeiten ab. „Es wurden unterschiedliche Szenarien durchgespielt, dabei spielte auch die Frage der Tag- und Nachtverfügbarkeit eine wichtige Rolle“, so Griesert. „Auch die Freiwillige Feuerwehr war an dem Prozess beteiligt.“ Tages- und Nachtverfügbarkeit steht im Zusammenhang mit der möglichen Einbindung der Freiwilligen Feuerwehr. Diese ist in der Regel heute nicht ad hoc einsetzbar, da ihre Mitglieder manchmal weit vom Gerätehaus entfernt arbeiten.
Nach Fertigstellung wird die Hälfte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Wache in der Nobbenburger Straße im Stadtteil Westerberg in die neue Wache an der Nordstraße umziehen. An beiden Standorten werden dann zu jeder Tages- und Nachtzeit jeweils zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Dienst tun. Ein Löschfahrzeug, eine Drehleiter und ein Einsatzleitfahrzeug ziehen ebenfalls um.
Auch das Atemschutzzentrum zieht von der alten in die neue Wache um. Dazu gehört eine Atemschutzstrecke, auf der die Einsatzkräfte jährlich ihre körperliche Fitness für den Atemschutzeinsatz nachweisen. Ebenfalls Teil des Atemschutzzentrums ist die Atemschutzwerkstatt. Dort prüfen Spezialisten nach jedem Einsatz die gebrauchten Atemschutzgeräte und füllen sie mit Luft. „Nur durch diese hochqualifizierten Tätigkeiten ist das Überleben der Einsatzkräfte bei den gefährlichen Einsätzen gewährleistet“, erklärte der Oberbürgermeister.

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