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Zoo Osnabrück unterstützt Charity-Kalender zugunsten bedrohter Tiere

Der Erlös aus dem Verkauf des Charity-Kalenders von Olaf Goldbecker (r.) geht zur Hälfte an EuroNerz e.V. – darüber freut sich Wolfgang Festl, 1.Vorsitzender des Vereins (l.), besonders. Foto: Zoo Osnabrück (Hanna Räckers)

Osnabrück. Gibbons in Kambodscha und Nerze in Deutschland profitieren vom tierischen Charity-Kalender „Bedroht 2020“. Diesen vertreibt Olaf Goldbecker zugunsten bedrohter Tierarten.
Wem noch ein Kalender für 2020 für sich selbst oder zum Verschenken fehlt, der tut mit dem Kauf des „Bedroht“-Kalenders Gutes, wie Olaf Goldbecker, der das Produkt über sein im Sport- und Medienbereich tätiges Nebengewerbe vertreibt, erklärt: „Den Kalender habe ich jetzt im dritten Jahr in Eigenregie erstellt. Der Erlös geht immer an wechselnde Artenschutzprojekte. Mir ist wichtig, dass Artenschutz direkt vor unserer Haustür beginnt – daher unterstütze ich neben dem ‚Angkor Centre for Conservation of Biodiversity‘ in Kambodscha den Verein ‚EuroNerz‘ hier vor Ort.“ Der DIN-A3 große Wandkalender „Bedroht 2020“ zeigt jeden Monat eine gefährdete Tierart aus unterschiedlichen Zoos. „Vom Okapi über den Gibbon bis hin zum Nerz oder auch Balistar wollte ich möglichst unterschiedliche Tiere zeigen. Wichtig ist mir, eine große Bandbreite an Tieren abzudecken“, so Goldbecker weiter.
„Über die Unterstützung durch Olaf Goldbecker freuen wir uns sehr, schließlich hilft uns jede Spende bei unserer ehrenamtlichen Arbeit“, berichtet Wolfgang Festl, Tierpfleger im Zoo Osnabrück und Vorsitzender des Vereins „EuroNerz“. EuroNerz züchtet den Europäischen Nerz, der von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft ist, zum Arterhalt und wildert ihn anschließend wieder aus. Der Zoo Osnabrück unterstützt den Verein ebenfalls, indem er ihm einen „Wohnplatz“ für die Nerze zur Verfügung stellt: Seit 2011 wird jedes Frühjahr zuerst ein Nerz-Rüde im Zoo Osnabrück als „Untermieter“ der Waschbären untergebracht. Sobald sich die Fähen, die weiblichen Nerze, mit den verbliebenen Rüden gepaart haben, wird Männchen gegen Weibchen getauscht. Derzeit lebt ein Nerzrüde im Zoo Osnabrück.
Ursprünglich war der Europäische Nerz in ganz West-, Mittel-, und Osteuropa verbreitet, bis er in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor allem durch die Verschlechterung des Lebensraums und des Nahrungsangebots praktisch ausgestorben ist. Außerdem wurden auf europäischen Pelztierfarmen Amerikanische Nerze gehalten, die dort ausbrachen oder freigelassen wurden. Da diese widerstandsfähiger sind als die Europäischen Nerze, verdrängten sie sie aus ihrem Lebensraum. Heute gehört der Europäische Nerz zu den am stärksten bedrohten europäischen Säugetierarten.
Das „ACCB“, das Angkor Centre for Conservation of Biodiversity, ist das erste Naturschutzzentrum Kambodschas in der Nähe der Tempelanlagen „Angkor Wat“. Das ACCB verfolgt verschiedene Ziele wie die Aufnahme beschlagnahmter Tiere, Erhaltungszucht, Wiederansiedlung bedrohter Tierarten oder die Durchführung von Forschungsprojekten. Auch Umweltbildung findet hier statt.

Weiterführende Informationen zu den Kalenderbildern und zum Artenschutz allgemein finden Interessierte das ganze Jahr über auf Facebook und Instagram unter „Artenschutzkalender“. Der Kalender „Bedroht 2020“ ist für 20 Euro pro Stück unter http://charity-kalender.de erhältlich.

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