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Ehrenamtliche Wahlhelfer mit Urkunden und Ehrennadeln ausgezeichnet

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (links) zeichnete im Friedenssaal Männer und Frauen aus, die seit Jahren ehrenamtlich als Wahlhelferinnen und Wahlhelfer tätig sind. Foto: Stadt Osnabrück, Silke Brickwedde

Osnabrück. Bei jeder Wahl helfen in Osnabrück bis zu 1300 Männer und Frauen ehrenamtlich mit. In zwei Schichten prüfen sie die Personalien der Wählerinnen und Wähler, reichen Wahlzettel über den Tisch und achten darauf, dass jeder allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim wählen darf. Nicht zuletzt zählen sie am Ende eines Wahltages die Stimmen aus. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert hat jetzt im Friedenssaal das Engagement von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern gewürdigt.
Das Bundesministerium des Innern ehrt Wahlhelferinnen und Wahlhelfer mit einer Urkunde. In den Friedenssaal sind alle eingeladen worden, die in der Stadt Osnabrück bei insgesamt 15 Wahlen geholfen haben; 91 Menschen waren das insgesamt, 30 von ihnen nahmen die Einladung in den Friedenssaal an. Wer bei fünf bundesweiten Wahlen dabei war, erhält darüber hinaus zusätzlich eine Ehrennadel. In Osnabrück sind das 31 Männer und Frauen. 16 von ihnen steckten sich die Nadel im Rathaus an.
Der Oberbürgermeister erinnerte daran, dass freie Wahlen keine Selbstverständlichkeit sind und dass auch die Qualität mancher demokratischen Wahl weltweit in den vergangenen Jahren – zum Beispiel in Lateinamerika oder Osteuropa – gelitten hat. Und er fügte hinzu: „Freie und offene Wahlen sind das höchste Gut unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. So lange ist es gar nicht her, dass wir in Deutschland Freiheit und freie Wahlen zu unseren gesellschaftlichen Errungenschaften zählen oder besser gesagt wieder zählen können.“
Ohne verantwortungsbewusste Helferinnen und Helfer ist es unmöglich, eine Wahl geordnet und korrekt durchzuführen. Das gilt für die Wahl zum Bundestag, Niedersächsischen Landtag, zum Europäischen Parlament oder bei den Kommunalwahlen und auch für Bürgerbefragungen. „Das Gemeinwesen lebt von der Mithilfe und Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger.
Dabei bekommt das Ehrenamt einen immer größeren Stellenwert in unserer Gesellschaft“, sagt Wolfgang Griesert. Er dankte den Gästen, dass sie ihre Freizeit an so vielen Sonntagen für das Gemeinwohl zur Verfügung gestellt hatten und ermunterte alle, die noch nie als Wahlvorstand aktiv waren, es einmal auszuprobieren: „Wir nehmen auch gern Spontanbewerbungen an.“

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