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450 Jugendliche informieren sich bei „Azubis werben Azubis“ in Hilter über Karrieremöglichkeiten

Mit einer lustigen Fotoaktion warben die Dissener Kindertagesstatten für den Beruf des Erziehers/ der Erzieherin. Foto: MaßArbeit / Uwe Lewandowski

Hilter. Praktika, Ausbildung oder Studium. Einen Einblick in die Arbeitswelt erhielten 450 Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen aus sechs Gemeinden des Osnabrücker Südkreises bei der Ausbildungsmesse „Azubis werben Azubis“ in Hilter. Veranstalter war die kommunale Arbeitsvermittlung MaßArbeit des Landkreises Osnabrück in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hilter. Auf dem Gelände der Firma Höcker Polytechnik GmbH stellten 40 Unternehmen ihre Ausbildungsberufe und Karrieremöglichkeiten vor. Das Besondere und erfolgreiche Konzept der Messe: Es sind die Azubis der Unternehmen selbst, die den Schülerinnen und Schülern erklären, wie der Arbeitsalltag in ihrer Ausbildung aussieht.

„Wir veranstalten die Messe nun zum 11. Mal hier im Südkreis. Damit möchten wir Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, die Firmen aus der Region kennenzulernen. Im Rahmen der Fachkräftesicherung haben wir natürlich ein großes Interesse, dass die zukünftigen Fachkräfte hier in der Region bleiben“, so MaßArbeit-Vorstand Lars Hellmers. Die durchweg positiven Rückmeldungen zeigten, dass sich das Konzept bewährt habe. Hilters Bürgermeister Marc Schewski konnte dies bestätigen: „Wie erkundigen uns im Nachhinein über die Entwicklung und sehen immer wieder, dass viele Kontakte zustanden kommen, aus denen sich Praktika oder Ausbildungsstellen ergeben. Das ist wirklich ein Riesenerfolg.“

Ein Beispiel dafür ist Hendrik Schlüter, Auszubildender bei der Tischlerei Kull aus Bad Laer. Er selbst hat über dieses Messeformat einen Ausbildungsplatz bei dem Unternehmen erhalten. „Ich habe damals gesagt, dass ich Interesse an einem Praktikum hätte und habe meinen Kontakt hinterlassen. Das hat dann geklappt und ich habe später die Ausbildung angefangen.“ Nun stand der 17-Jährige auf der anderen Seite, berichtete von seinem Arbeitsalltag und demonstrierte praktische Tischlerarbeiten. Auch bei der Firma Höcker ist man überzeugt vom Konzept. „Dieser Ansatz hat einen unbedingten Mehrwert. Bei jeder Ausbildungsmesse, auf der wir vertreten sind, informieren unsere Auszubildenden am Stand. Es ist einfach viel authentischer“, so Hauptvorstand Frank Höcker. Es müsse dabei nicht immer gleich um die Vermittlung einer Ausbildungsstelle gehen: Der Erfolg der Messe liege auch darin, dass Praktikumsvereinbarungen geschlossen würden, über die dann mehr erwachse.

Zustimmung gab es auch von den Schülerinnen und Schülern. „Man erhält eine ganz andere Perspektive, weil viele der Auszubildenden ja auch selbst noch nicht lange aus der Schule raus sind und wissen, was die uns beschäftigt“, stimmten Xenia, Maren, Samantha und Carla überein. Sie hatten sich unter anderem am Stand der Akademie des Klinikums Osnabrück informiert. „Es gab viele Ausbildungsberufe, zum Beispiel zur medizinisch-technischen Radiologie-Assistentin, zur Physiotherapeutin und zur Pflegefachkraft. Das war wirklich interessant.“

Mike und René zeigten sich vor allem vom Rundgang durch die Produktionshallen der Beucke Group beeindruckt, denn dieser erfolgte virtuell. Mithilfe einer Virtual Reality Brille konnten die Jugendlichen einen digitalen Blick in die Hallen des Dissener Verpackungsspezialisten werfen. In einem vierminütigen Video erfuhren sie so detailgenau, was Auszubildende zum Medientechnologen in der Fachrichtung Druck erwartet.

Maja, Rike und Paula hatten sich derweil über den Beruf der Bankkauffrau informiert. „Wir haben in der Schule vorher schon über die Berufe gesprochen, die uns interessieren und sollten uns die Unternehmen heraussuchen, bei denen wir uns erkundigen können.“ Denn bei der Messe „Azubis werben Azubis“ gab es für die Jugendlichen ein „Laufbuch“. Im Vorfeld lernten die Schülerinnen und Schüler nicht nur die teilnehmenden Betriebe kennen, sondern suchten sich auch sechs Arbeitsproben aus, die nach Erfüllung von den Unternehmen abgestempelt wurden. Im Laufbuch wurden gleichzeitig Notizen gemacht. Damit stellen die Jugendlichen die getesteten Ausbildungsberufe in der Nachbereitung ihren Mitschülern vor. „Ich denke, das ist eine sehr gute Möglichkeit zur beruflichen Orientierung“, sagte Lars Hellmers.

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