Informationen und buntes Rahmenprogramm: Suchtwoche schließt mit Veranstaltung auf dem Marktplatz

Verschiedene Talkrunden, moderiert von Sebastian Philipp (rechts), beschäftigten sich mit Fragen rund um Alkoholmissbrauch. Zu den Teilnehmern der Abschlussveranstaltung gehörten auch (von links) Volker Bajus (Mitglied im Niedersächsischen Landtag), Friedemann Pannen (Diakonisches Werk Osnabrück Stadt und Land) und Gerrit Schulte (Caritasverband für die Diözese Osnabrück). Foto: Landkreis Osnabrück/Uwe Lewandowski

Osnabrück. Das Betriebsklima leidet, dazu werden Arbeitsqualität und Arbeitssicherheit beeinträchtigt: Diese Erfahrungen machen Unternehmen, wenn Alkohol im Job konsumiert wird. „Kein Alkohol am Arbeitsplatz!“, lautete deshalb ein Schwerpunktthema, das bei der Abschlussveranstaltung der Aktionswoche „Alkohol? Weniger ist besser!“ auf dem Marktplatz behandelt wurde.

Neben vielen Informationen rund um das Thema Sucht hatte der Gesundheitsdienst für den Landkreis und die Stadt Osnabrück ein buntes Rahmenprogramm mit Musik, Hüpfburg und (nichtalkoholischen) Getränken organisiert.

Die Grußworte von Friedemann Pannen (Diakonisches Werk Osnabrück Stadt und Land), Gerrit Schulte (Caritasverband für die Diözese Osnabrück) und Volker Bajus (Mitglied im Niedersächsischen Landtag) verdeutlichten bereits: Alkohol spielt im Alltag eine nicht zu unterschätzende Rolle, so dass es sinnvoll ist, das eigene Verhalten zu reflektieren. Dazu gehörte auch die Frage, nach Alkohol am Arbeitsplatz. Dorothee Imsieke (Caritas), Anton Just (Diakonie), Katrin Schwager (Firma Bedford) und Kerstin Igelbrink (Agentur für Arbeit) standen hier Moderator Sebastian Philipp Rede und Antwort.

Ohnehin hatte der Gesundheitsdienst zahlreiche Experten aus Suchtkrankenhilfe, Unternehmen und anderen Einrichtungen für die Veranstaltung gewinnen können. An einer weiteren Talkrunde beteiligten sich Dieter M. F. Westerkamp (DEHOGA-Bezirksverband Osnabrück), Michael Kempf (Heilpädagogische Hilfe Osnabrück) und Klaus Polack (Diakonie).

Dazu ging es um die Fragen, wie Minderjährige vor Alkoholkonsum geschützt werden und Erwachsene risikoarm mit Alkohol umgehen können. Die Runde setzte sich zusammen aus Michael Rudolph (Jugendschutz Stadt Osnabrück), Peter Flüchter (Ameos Klinikum Osnabrück), Günter Sandfort (Caritas), Bundestagsmitglied Rainer Spiering und Eva-Maria Westermann (Jugendhilfeausschuss Stadt Osnabrück). Der Tenor: Über Preisgestaltung und Einschränkungen für die Werbung könnte der Schutz vor Alkoholmissbrauch vergrößert werden. Zudem kritisierte die Runde, dass Alkohol rund um die Uhr erhältlich sei.

Für musikalische Unterhaltung sorgten das Blasorchester der Angela Schule unter der Leitung von Natalie Pfeifer, das Blasorchester des Ratsgymnasiums unter der Leitung von Markus Preckwinkel und die Big Band der Gesamtschule Schinkel unter der Leitung von Rüdiger Quast. Weitere Attraktionen wie Hüpfburg, Fahrsimulator, Streifenwagen und Mitmachaktionen rundeten das Programm ab – wie auch die alkoholfreie Cocktailbar von der Fachklinik Nettetal und dem Theresienhaus Glandorf.