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Landkreis und Stadt Osnabrück erhalten Integrationspreis

Stadt und Landkreis Osnabrück wurden im Bundesinnenministerium für ihre Integrationsarbeit ausgezeichnet. Die Preisträger mit Staatssekretär Dr. Markus Kerber (Mitte) von links: Iris Beckmann, Referat für Strategische Steuerung beim Landkreis Osnabrück, Landrat Dr. Michael Lübbersmann, Seda Rass-Turgut, Integrationsbeauftragte der Stadt Osnabrück, und Ralf Sabelhaus, Geschäftsführer des Migrationsbeirates der Stadt Osnabrück. Foto: Bundesinnenministerium / Jakob Nawka

Osnabrück. Im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat konnten jetzt Landkreis und Stadt Osnabrück jeweils eine Auszeichnung sowie ein Preisgeld von 25.000 Euro für gelungene Integrationsarbeit entgegen nehmen.
Sie sind wie weitere 19 Kommunen Sieger des Bundeswettbewerbs „Zusammenleben Hand in Hand – Kommunen gestalten“, bei dem sich 146 Teilnehmer aus 15 Bundesländern beworben hatten. „Ihre Projekte und Konzepte stärken die Integration und das Zusammenleben vor Ort“, bescheinigte Staatssekretär Dr. Markus Kerber den Teilnehmern bei einer Feierstunde in Berlin.
Am Montag, 2. Juli, überreichte Staatssekretär Dr. Markus Kerber in Vertretung des verhinderten Horst Seehofers im Rahmen einer Abschlusskonferenz in Berlin an Landrat Dr. Michael Lübbersmann und an Seda Rass-Turgut, Integrationsbeauftragte und Leiterin des Fachbereichs Integration, Soziales und Bürgerengagement der Stadt Osnabrück, die beiden Urkunde und das jeweilige Preisgeld.
Das Migrationskonzept des Landkreises Osnabrück überzeugte die Jury vor allem durch die breite Beteiligung aller gesellschaftlichen Gruppen. Auch die konkreten und messbaren Integrationsziele, die das Miteinander mit den 21 kreisangehörigen Städten, Gemeinden und Samtgemeinden prägen, wurden von Laudator Dr. Kay Ruge vom Deutschen Landkreistag gewürdigt. „Wir freuen uns riesig über die Auszeichnung“, so Landrat Dr. Michael Lübbersmann, der gemeinsam mit Iris Beckmann vom Referat für Strategische Steuerung den Preis entgegen nahm. „Der Wettbewerb sorgt dafür, dass viele spannende Integrationsideen sichtbar gemacht werden und zum Nachahmen anregen.“
Im Vorfeld der Preisverleihung hatte der Juryvorsitzende Prof. Dr. Roland Roth vom DESI – Institut für Demokratische Entwicklung und soziale Integration, Berlin, alle wichtigen Erfolgsfaktoren für gelingende Integration beschrieben: Unter anderem sei die Orientierung an den Ressourcen und nicht an den Problemen der Migranten wichtig. Die Vernetzung aller Kräfte der Zivilgesellschaft sei ebenso unabdingbar, forderte Roth. Für Zugewanderte müssten Handlungsspielräume eröffnet werden: Diese könnten jedoch nur genutzt werden, wenn die Themen Sprache, Bildung und Arbeitsmarkt intensiv vor Ort bearbeitet würden.
Alle diese Punkte wurden aus Sicht der Jury in der Integrationsarbeit von Landkreis und Stadt Osnabrück erfüllt. Jetzt müsse jedoch der Bund weiterhin gute Rahmenbedingungen schaffen, forderte Landrat Lübbersmann in seinem Dank: „Die Mittel für die Integration vor Ort dürfen nicht weiter gekürzt werden. Denn die eigentliche Integrationsarbeit wird erst in den kommenden Jahren geleistet.“
„Wir freuen sehr über die Auszeichnung! Es ist eine hohe Anerkennung für Osnabrück: Von den Ehrenamtlichen angefangen über die freien Träger bis zu den Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung, die jeden Tag einen entscheidenden Beitrag für das friedvolle Zusammenleben in unserer Friedensstadt leisten“, betonte Seda Rass-Turgut in ihrer Dankesrede.
Besonders hervorgehoben wurde in der Laudatio durch Dr. Uda Bastians vom Deutschen Städtetag, die Verankerung von zentralen Integrationsthemen in den strategischen Zielen der Stadt unter dem Motto „Gestalte deine Stadt“. Strategisch-konzeptionell sehr gut aufgestellt sei das fortgeschriebene Integrationskonzept für Geflüchtete, das in hohem Maße durch die Kommunalpolitik getragen werde.
Gleichzeitig weise der Osnabrücker Beitrag einen hohen Transfergehalt auf, Projekte und Maßnahmen der Stadt Osnabrück wie das Starterpaket für Neuzuwanderer sowie die ehrenamtlichen Integrationslotsen wurden bereits von anderen Kommunen übernommen.

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