Verdi will ihre am Dienstag im Norden und Osten Deutschlands begonnenen Warnstreiks am Mittwoch auf weitere Gebiete ausweiten. Für Mittwoch sehen die Planungen vor, den Warnstreik in Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen durchzuführen, teilte die Dienstleistungsgewerkschaft am Dienstag mit.
„Aufgrund der Warnstreiks kann es zu schlechterer Erreichbarkeit, Verzögerungen im technischen Kundenservice und im Glasfaserausbau sowie zu Terminabsagen bei Kundenterminen kommen“, sagte Verdi-Arbeitskampfleiter Pascal Röckert. Gewisse Einschränkungen für Kunden der Telekom ließen sich nicht vermeiden. „Uns geht es aber in erster Linie darum, ein Signal an die Arbeitgeber zu senden, in den Tarifverhandlungen ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen.“
Die Arbeitgeber seien bislang überhaupt nicht auf die Forderungen der Gewerkschaft eingegangen. „Deshalb bauen nun die Beschäftigten mit Warnstreiks Druck auf die Arbeitgeber auf“, so Röckert weiter. Die Arbeitgeber seien gut beraten, die Forderungen der Beschäftigten ernst zu nehmen.
Verdi fordert in der diesjährigen Tarifrunde Deutsche Telekom eine Entgeltsteigerung in Höhe von 6,6 Prozent, bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Zusätzlich fordert Verdi die Einführung eines Verdi-Mitgliederbonus in Höhe von 660 Euro im Jahr. Die Ausbildungsvergütungen sowie die Entgelte der dual Studierenden sollen um monatlich 120 Euro erhöht werden. Für diese fordert Verdi einen zusätzlichen Mitgliederbonus in Höhe von 240 Euro im Jahr.
Die dritte Tarifverhandlungsrunde ist für den 11. und 12. Mai angesetzt.
Foto: via dts Nachrichtenagentur






























