Neues Rechenzentrum der Universität Osnabrück eingeweiht

„Wichtiger Beitrag zur Standortentwicklung Campus Westerberg“

Einweihung des neuen Rechenzentrums der Universität Osnabrück mit (v.l.) Wissenschaftsminister Björn Thümler, Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Cristina von Pozniak-Bierschenk, Landtagsabgeordnete Anette Meyer zu Strohen und Architekt Klaus Günther-Trautner. Foto: Universität Osnabrück/Elena Scholz

Osnabrück. Nach rund zweijähriger Bauzeit wurde am Donnerstag in Anwesenheit des Niedersächsischen Wissenschaftsministers Björn Thümler und weiteren Gästen das neue Rechenzentrum der Universität Osnabrück eingeweiht. Das Gebäude auf dem Westerberg ist mit Gesamtkosten in Höhe von 24,53 Mio. Euro eines der größten Landesbauvorhaben in der Region Osnabrück.

„Damit haben wir zusammen mit den angrenzenden Neubauten – also Mensa, Hörsaalgebäude und Bibliothek – rund 100 Millionen Euro in den Standort investiert“, so Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. „Das Engagement des Landes zeigt, wie wichtig uns Forschung und Lehre in Osnabrück sind. Ein Rechenzentrum ist im Zeitalter der Digitalisierung das Herzstück jedes Unternehmens, jeder Behörde und jeder Universität. Ohne ein Rechenzentrum ist universitäres Leben, Lehren, Forschen, Arbeiten und Lernen heute nicht mehr denkbar. Damit leistet das neue Gebäude einen wichtigen Beitrag zur Standortentwicklung des Campus Westerberg.“

Es entstand ein helles Gebäude mit rund 3.000 Quadratmeter Nutzfläche auf drei Etagen. Auftraggeber war das Land Niedersachsen, der Entwurf stammt vom Architekturbüro ttsp hwp seidel Planungsgesellschaft mbH in Frankfurt am Main. Das Staatliche Baumanagement Osnabrück Emsland ist als Bauherr für die Projektsteuerung und -leitung der Baumaßnahme verantwortlich.

„Der Neubau ist ein weiterer wichtiger Baustein im Entwicklungskonzept Campus Westerberg“, erklärte Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl in ihrem Grußwort. „Dieses neue Gebäude bietet den dringend benötigten Raum für das Rechenzentrum als auch für das Gebäudemanagement. Es fügt sich harmonisch in das bereits bestehende Gebäudeensemble ein, das hier von Universität und Hochschule am Campus Westerberg in den letzten Jahren entstanden ist.“ Der Neubau wurde nötig, da das Allgemeine Verfügungszentrum (AVZ) am Westerberg aufgrund des mangelhaften Brandschutzes nicht mehr genutzt werden darf.

„Ich beglückwünsche die Universität zu diesem wirklich beeindruckenden Rechenzentrum. Es unterstreicht eindrücklich, dass Osnabrück als Universitätsstadt bundesweit in der obersten Liga mitspielt. Eine in dieser Art und Weise ausgestattete Universität hebt den Standortfaktor ‚Studieren‘ nochmals deutlich hervor“, so Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert.

In der südlichen neuen Gebäudehälfte ist das Rechenzentrum untergebracht. Im Erdgeschoss befinden sich öffentlich zugängliche Lehr- und PC-Räume, die zukünftig für E-Prüfungen genutzt werden. Der Verwaltungsbereich des Rechenzentrums ist im Obergeschoss angeordnet. Im Untergeschoss finden Technik- und Lagerräume ihren Platz. In der dreigeschossigen, nördlichen Gebäudehälfte befindet sich künftig das Dezernat Gebäudemanagement. Im ebenerdig zugänglichen Untergeschoss ziehen die Elektro- und Metallwerkstatt ein, im Erdgeschoss und Obergeschoss sind die Verwaltungsbereiche untergebracht.

„Besonderes Highlight ist ein offener Lichthof, der das Erd- und Obergeschoss umgibt“, erläuterte Cristina von Pozniak-Bierschenk, Leiterin des Staatlichen Baumanagements Osnabrück-Emsland, während der festlichen Einweihung den Gästen. „Zusammen mit der Bibliothek und dem gemeinsam mit der Hochschule genutzten Hörsaalgebäude bilden die Gebäude das quadratische Forum-Carré, eine von Nord nach Süd ansteigende Rasenfläche mit Sitzstufen als Aufenthaltsfläche.“

„Es freut mich, mit diesem Bauwerk zum Gelingen des Forum-Carrés beigetragen zu haben“, sagte Architekt Klaus Günther-Trautner von der ttsp hwp Planungsgesellschaft. „So wie es zu den Pflichten des planenden Architekten gehört, die funktionalen Anforderungen des Raumprogramms zu lösen und mit den bautechnischen Herausforderungen zu vereinen, ist es für uns die Kür, daraus auch ein Stück Architektur machen zu dürfen.“