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Die Vorteile saisonaler und regionaler Küche

Leckeres Ofengemüse aus der Region mit einer Balsamicosauce. Foto: Unsplash

Viel zu oft gehen wir in den Supermarkt und sehen Avocados aus Mexiko, Paprika aus Spanien und Kiwis aus Neuseeland. Sie reisen einmal um die halbe Welt, nur damit wir sie das ganze Jahr über verspeisen können, was u. a. ein immenses CO2-Problem darstellt. Für uns ist das selbstverständlich geworden, obwohl es doch so viele tolle regionale und saisonale Produkte gibt, nur eben nicht allesamt das ganze Jahr über. Aber warum genau gehören regionale und saisonale Lebensmittel zu einem bewussten und nachhaltigen Lebensstil und worauf sollte man dabei eigentlich achten?

Diese und weitere Fragen klären wir im folgenden Artikel.

Saisonal und regional – Trend mit vielen Vorzügen

Regionales und saisonales Essen liegt nicht nur voll im Trend, wir können damit auch echt etwas bewegen. Durch die Bundesregierung wurde beschlossen, dass bis 2030 die CO2-Emissionen, im Vergleich zu 1990, um mindestens die Hälfte reduziert werden müssen, um den Klimawandel nicht noch rasanter voran zu treiben. Allerdings müssen wir alle an einem Strang ziehen und unseren Beitrag leisten. Laut Umfragen sind viele Verbraucher dazu bereit, vor allem, was Lebensmittel und Ernährung betrifft. Die Vorteile saisonaler und regionaler Küche liegen dabei klar auf der Hand:


  • Regionale Lebensmittel aus der aktuellen Saison haben keine langen Transportwege hinter sich und benötigen ebenso keine energieintensiven Gewächshäuser, was insgesamt sehr umweltfreundlich
  • Ökologische Lebensmittel der Saison sind sehr vitalstoffreich; da sie weniger durch Dünger und Pestizide belastet sind, was sich insgesamt betrachtet gesundheitsbewusster ausdrückt.
  • Ebenso sind saisonale und regionale Lebensmittel vergleichsweise auch recht günstig, da das Angebot während der Erntezeit erhöht ist.

Und mal ehrlich: Eigentlich ist es doch auch recht langweilig immer die gleichen Obst- und Gemüsesorten zu essen. Viel spannender und abwechslungsreicher ist es doch, sie zu essen, wenn sie auch tatsächlich auf natürliche Art und Weise wachsen. Tut man der Natur etwas Gutes, tut man auch seinem Körper etwas Gutes!

Vier einfache saisonale Gerichte

Hier nun ein paar einfache Ideen zu saisonalen Gerichten, die unbedingt auf den Tisch wollen:

  • Im Frühling ein knackig frischer Spargel-Erdbeer-Salat.
  • Im Sommer leckere Antipasti aus Tomaten, Zucchini, Paprika und Co.
  • Im Herbst ein sämiges Pfifferlingsragout mit selbstgemachten Spinatspätzle.
  • Im Winter eine wohlig wärmende Steckrübensuppe.

Alle Rezepte sind voller leckerer Zutaten und zahlreicher Vitamine. Die Rezepte dazu gibt es übrigens auf frag-mutti.de.

Was ist der Unterschied von saisonal und regional?

Produkte aus der Region stehen für eine Erzeugung in der Nähe und damit verbundene kurze Transportwege. Allerdings gibt es dafür keine gesetzliche Definition, daher kann jeder Erzeuger sein eigenes Verständnis von “kurzem” Transportweg haben. Deshalb lieber einmal mehr nachfragen.

Bei saisonalen Lebensmittel handelt es sich in der Regel um Obst und Gemüse, das zu einer bestimmten Zeit im Jahr geerntet wird. Es steht allerdings nicht ganzjährig zur Verfügung.

Bedeutung auch für den Klimaschutz

Für den Klimaschutz bedeutet “regional”, je näher in der Region ein Produkt hergestellt wurde, desto geringer sind die Treibhausemissionen. Zwar entstehen beim Anbau, der Ernte, der Lagerung und auch bei der Weiterverarbeitung ebenso Emissionen, die meisten allerdings beim Transport. Außerdem werden so Betriebe in der Region unterstützt.

Saisonales Obst und Gemüse ist häufig viel weniger einer Schadstoffbelastung ausgesetzt, außerdem fällt der hohe Energieaufwand durch die Gewächshäuser weg. Auch sind hier die Transportwege begrenzt.

Wie findet man saisonale und regionale Produkte?

Regionales und saisonales findet man meistens auf dem Wochenmarkt, aber auch dort gibt es viele Angebote vom Großmarkt, daher lohnt es sich hier ebenfalls, noch einmal genauer nachzufragen. Aber auch in verschiedenen Supermärkten werden saisonale und regionale Produkte immer häufiger angeboten.

Saisonale Produkte – Was wächst wann?

Hier eine kleine Übersicht:

  • Im Frühling wachsen u. a. Kräuter, Bärlauch, Rhabarber, Erdbeeren, Karotten, Salate, Spargel und Spinat.
  • Im Sommer wachsen u. a. Himbeeren, Blaubeeren, Kirschen, Paprika, Tomaten, Melonen, Zucchini, Pfirsiche, Preiselbeeren und Stachelbeeren.
  • Im Herbst wachsen Äpfel, Birnen, Kürbisse, Mais, Kartoffeln, Pilze, Quitten, Rote Bete und Zwetschgen.
  • Im Winter wachsen Zwiebeln, Steckrüben, Zitronen, Wirsing, Schwarzwurzelgemüse, Orangen und Kohl.

Fazit

Saisonal und regional einkaufen und essen liegt nicht nur total im Trend, sondern macht auch unheimlich Spaß und ist abwechslungsreich. Wichtig ist, dass dafür ein Bewusstsein geschaffen wird, sodass jeder einen kleinen Beitrag für das Klima leisten kann.

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