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Schüler-Union fordert "Szenario B" für alle Schulen und dezentrales Abitur


Osnabrück. Anlässlich der sich kürzlich häufenden Wechsel vieler Osnabrücker Schulen in die Szenarien B oder vereinzelt sogar C aufgrund von Corona-Fällen sieht sich die Schüler-Union in der Verantwortung, erneut auf die prekäre Lage an weiterführenden Schulen während der Pandemie aufmerksam zu machen.
„Es kann so einfach nicht weitergehen“, stellt Schüler-Union Vorsitzender Benjamin Fritz fest. Er kritisiert, dass Schulen um jeden Preis im Szenario A gehalten würden, anstatt sie wie alle anderen Betriebe oder Geschäfte zu behandeln und strengeren Auflagen zu unterziehen. „Unsere Schulleitung gibt ihr Bestes“, so der Gymnasiast Simon Brakmann, Mitglied in der CDU-nahen Schüler-Union, „aber die Zustände sind trotzdem katastrophal“. Er berichtet von zu wenig Platz auf dem Schulgelände des Ratsgymnasiums aufgrund der aktuellen Baustellen sowohl auf als auch außerhalb des Schulhofes. So müssten Oberstufenschüler bereits auf der Straße ihre Pause verbringen, was bereits vielfach zu Beinahe-Unfällen mit Autos und Fahrradfahrern während der Pausen geführt habe. Bei Regen werde sich in der schulnahen Tiefgarage untergestellt, damit genug Abstand eingehalten werden könne. Das Ordnungsamt habe sie kürzlich die Lage am Ratsgymnasium angeschaut, wie den Schülern per Elternbrief mitgeteilt wurde, und sei zu dem Schluss gekommen, Schülern aufgrund von zu geringen Abständen eine Strafe von 150 Euro anzudrohen, anstatt ernsthafte Lösungsvorschläge oder Unterstützung für die Schulen anzubieten. „Seit Wochen predigen wir hier gegen Wände, dass die Maßnahmen nicht ausreichen und Schüler in der Corona-Pandemie alleine stehen gelassen werden“, sagt Fritz. „Es ist wirklich unberechtigt, den Schülern, die tagtäglich trotz Corona in überfüllten Bussen zur Schule kommen und bereits mehrfach das Szenario B gefordert haben, jetzt auch noch Geldstrafen aufzubrummen.“ Schulen müssten definitiv stärker entlastet werden, findet auch Brakmann, denn als Resultat der ignorierten Forderungen nach dem Szenario B, sei das Ratsgymnasium jetzt aufgrund mehrerer Corona-Fälle im Teil-Homeschooling. Dies hätte verhindert werden können, findet die Schüler-Union.

Dezentrales Abitur als Lösungsvorschlag

Fritz verweist auf ein weiteres Problem, welches sich zunehmend herauskristallisiere. Die meisten Abschlussklassen hätten ihre Vorabiturklausuren bereits geschrieben und die ersten Noten, die bekanntgegeben wurden, seien ein mehr als klarer Spiegel des schlechteren Bildungsstandes der Schüler aufgrund von Ausfällen oder Homeschooling während der Pandemie, berichtet Fritz. Es sei vereinzelt sogar zu Abänderungen des Erwartungshorizontes gekommen, damit die Klausuren nicht wiederholt werden müssten. Schüler ständen unter einem enormen Leistungsdruck, da sie vielfach Inhalte alleine erarbeiten müssten und sich nicht wie gewohnt in außerschulischen Lerngruppen gemeinsam auf Klausuren vorbereiten könnten. Anhand des auffallend schlechten Notendurchschnitts der Vorabiklausuren müsse erkannt werden, dass nur ein dezentrales Abitur für die Abschlussklassen in Frage käme. „Allein in Osnabrück gibt es zwischen den einzelnen Schulen große Lücken zwischen bereits behandelten, noch zu behandelnden und nur im Homeschooling erarbeiteten Themen“, so Fritz. Man möge sich gar nicht ausmalen, wie groß die Unterschiede der Bildungsstände in ganz Deutschland seien. Ein dezentrales Abitur, in der die Schulen selbst die Abiturklausuren entwürfen, sei die einzige Möglichkeit, um ein gerechtes Abitur in 2021 gewährleisten zu können, findet die Schüler Union. Sie bittet daher das Kultusministerium eindringlich, sich mehr mit dem Abitur 2021 und den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf bisherige Leistungsstände zu befassen.

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