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Osnabrücker Jungunternehmer initiiert offenen Brief an die Bundesregierung

Osnabrück. Der 18-jährige Jungunternehmer Henning Hünerbein aus Osnabrück wendet sich, unterstützt durch mehrere junge Gründer, in Form eines offenen Briefs an die Bundesregierung. Sein Anliegen: Verbesserte Bedingungen und Förderungen für Nachwuchsunternehmer.

Henning Hünerbein ist Autor des Buches “Jung. Erfolgreich. Digital.: Die Unternehmer der neuen Generation“, in welchem er sich mit den Chancen und Herausforderungen junger Gründer beschäftigt hat. Außerdem gründete er selbst mit 15 Jahren sein eigenes Medienunternehmen und ist damit prädestiniert als Sprachrohr für junge Gründer.

In seinem an die Bundesregierung geschriebenen Brief stellt er heraus, dass gerade bei jungen Menschen die Bereitschaft zur Unternehmensgründung besonders hoch ist. 64% der Jugendlichen zwischen 16 und 25 Jahren seien demnach motiviert, selbst ein Unternehmen zu gründen, wobei sieben Prozent davon, dieses Vorhaben schon realisiert haben sollen. Die Motivation zur Gründung nehme aber mit zunehmenden Alter ab. So sollen nach KfW-Angaben nur noch 26% der Erwerbstätigen für eine Unternehmensgründung bereit sein.

Hünerbein prangert diesen Missstand an, indem er fragt:”Warum verzichten wir auf dieses enorme Potenzial?” Eine Ursache dafür sieht er unter anderem in zu großen Hürden, gerade für minderjährige Gründer.

Deshalb stellt er folgende Forderungen:

1. Vereinfachter Zugang für jugendliche Gründer

Zunächst wünscht sich Hünerbein die Herabsetzung von Altersgrenzen. Alternativ schlägt er Rechtsformen wie eine Junior-GmbH oder -UG vor. Außerdem sieht er eine Chance in der Konkretisierung des § 112 BGB, welcher die Geschäftsfähigkeit Minderjähriger in Bezug auf eine Erwerbstätigkeit regelt. “Denn”, so Hünerbein, “hier eröffnet sich derzeit ein viel zu großer Interpretationsspielraum, der bislang restriktiv ausgelegt wird.“ Außerdem seien die bürokratischen Hürden bei der Gründung eines Unternehmens leichter durch verstärkte Nutzung der Digitalisierung zu meistern.

2. Unternehmertum als Bestandteil der Lehrpläne in Schulen

In einem weiteren Punkt bringt der Autor zur Sprache, dass das Thema Wirtschaft und Unternehmensführung in seinen Augen zu wenig in den allgemein bildenden Schulen repräsentiert sei. Hier würden erhebliche Chancen vergeben werden, denn für einen starken Mittelstand, brauche es auch gut ausgebildete und auf das praktische Leben vorbereitete Nachwuchskräfte. Hünerbein schreibt:”Was es heißt, ein Unternehmen zu leiten, welche Chancen und Risiken es gibt und wie sich diese handhaben lassen, all dies sollte ebenso Bestandteil des Lehrplanes sein wie grundlegende Kenntnisse zu kaufmännischen und gesellschaftsrechtlichen Aspekten.”

3. Bessere Förderung von Jungunternehmern

Natürlich steht und fällt eine Unternehmungsgründung auch immer mit dem vorhandenen Startkapital. Auch daran hat Hünerbein gedacht und fordert eine gezielte staatliche Unterstützung insbesondere von Unternehmern, die am Beginn ihrer Laufbahn stehen.

-> Offener Brief im Wortlaut

Wie wird die Bundesregierung antworten?

Die Initiative Hünerbeins zielt ganz klar auf die Förderung von jungen Unternehmensgründern ab. Hauptsächlich diese hat er im Fokus.

Ob und wie weit die Bundesregierung diesen Fokus teilt und wie ihre Reaktion auf den offenen Brief aussehen wird, bleibt, in Zeiten von klammen Kassen, abzuwarten. In jedem Fall haben Henning Hünerbein und seine Unterstützer mit diesem Dokument ein Thema angestoßen, welches in der öffentlichen Debatte kaum repräsentiert ist. Möglicherweise haben sie damit auch den Grundstein für eine größer angelegte politische Initiative gelegt.

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