Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert in der ersten Tarifrunde für die Autobahn GmbH des Bundes eine Lohnerhöhung von sieben Prozent. Zusätzlich sollen die unteren Lohngruppen und Nachwuchskräfte monatlich mindestens 300 Euro mehr erhalten, teilte Verdi am Dienstag mit. Die Forderung basiert auf einer Beschäftigtenbefragung, an der fast 3.000 Mitarbeiter teilnahmen. Insgesamt sind rund 15.000 Mitarbeiter der Autobahn GmbH betroffen.
Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle sagte, die Beschäftigten hielten seit fünf Jahren das marode System Autobahn in Deutschland am Laufen und hätten spürbar höhere Gehälter verdient. Angesichts der Milliardenbeträge aus dem neuen Infrastrukturfonds brauche das Land „hoch motivierte und gut bezahlte Beschäftigte“. Zudem gebe es noch rund tausend unbesetzte Stellen bei der Autobahn GmbH.
Claudia Latzer, Vorsitzende der Verdi-Bundesbetriebsgruppe, ergänzte, die Beschäftigten stünden vor einer gigantischen Sanierungsaufgabe, um Deutschlands Brücken und Bundesfernstraßen fit für den Verkehr zu machen. „Wir werden das engagiert umsetzen – aber dafür braucht es auch ein klares Signal der Wertschätzung bei den Gehältern.“ Die Verhandlungen sind vorerst auf drei Runden terminiert und beginnen am 8. Januar 2026 in Berlin.
Foto: via dts Nachrichtenagentur






























