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Kliniken in Stadt und Landkreis Osnabrück treffen Vorbereitungen für zusätzliche Covid-19-Patienten


Osnabrück. Derzeit ist offen, wie viele Menschen sich in Deutschland mit dem Coronavirus anstecken werden. Ebenso ist unklar, wie viele so schwer erkranken, dass sie stationär oder sogar auf der Intensivstation betreut und in der Folge möglicherweise beatmet werden müssen. Auch die Krankenhäuser in Stadt und Landkreis Osnabrück haben sich auf die Situation vorbereitet und sind in der Lage, zeitgleich mit kontinuierlich steigender Patientenzahl die Betten- und Personalkapazitäten entsprechend anzupassen. Vor diesem Hintergrund werden die Einrichtungen der Region über 600 Betten für Covid-Patienten sowie zusätzlich 200 sogenannte Beatmungsbetten vorhalten.
Nach den bisherigen Erfahrungen mit Covid-19 können zahlreiche Patienten, die in Krankenhäuser eingeliefert werden, auf den Normalstationen behandelt werden. Hierfür sind die Einrichtungen der Region nach umfangreichen Vorbereitungen mit 600 Betten gut aufgestellt.
Die größere Herausforderung stellt die Versorgung von Patientinnen und Patienten dar, die beatmet werden müssen. Bislang konnten die Krankenhäuser bereits 100 Beatmungsplätze einrichten, derzeit bereiten sie zusätzliche Kapazitäten vor. Hierzu stehen sowohl ausreichend Räumlichkeiten als auch Personal zur Verfügung. Die von Seiten des Landes zugesagte medizin-technische Infrastruktur (hier vor allem Beatmungsgeräte und Schutzkleidung) stellen aber nach wie vor einen Engpass dar. Landkreis und Stadt Osnabrück haben sich daher an das Gesundheitsministerium gewandt. Sie erachten es als zwingend notwendig, dass insgesamt 200 Beatmungsplätze zur Verfügung stehen und außerdem ausreichend viel Persönliche Schutzkleidung für das Personal vorrätig ist. Selbstverständlich wird die Beschaffung auch von allen Beteiligten selbst mit höchster Priorität betrieben.
Welche Planungen haben die Einrichtungen nun im Einzelnen? Das Klinikum Osnabrück und das Klinikum Osnabrücker Land haben vereinbart, dass Covid-19-Patienten am Standort Osnabrück behandelt werden. Ausschließlich hier können intensiv- und beatmungspflichtige Patienten versorgt werden.
In den Krankenhäusern der Niels-Stensen-Kliniken werden Covid-19-Patienten zunächst primär im Marienhospital Osnabrück (MHO) behandelt. Sollten die Fallzahlen die dortigen Kapazitäten überschreiten, würde in der Folge das Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln in Anspruch genommen. Bei zunehmender Behandlung von Covid-19-Patienten werden das Marienhospital sowie das Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln die Aufnahme und dringliche Behandlung von Patienten, die nicht an Covid-19 erkrankt sind, bedarfsgerecht in Geschwisterhäuser des Klinikverbunds verlagern.
Im Christlichen Kinderhospital werden derzeit ebenfalls isolierfähige Beatmungsplätze vorgehalten. Sollte ein höherer Bedarf für Kinder und Jugendliche bestehen – von dem derzeit nicht auszugehen ist – besteht die Möglichkeit, weitere Intensivzimmer mit einem Beatmungsplatz einzurichten.
Für das Christliche Krankenhaus Quakenbrück und die St. Anna Klinik Löningen wird die intensivpflichtige Versorgung von Covid-19-Patienten am Standort Quakenbrück sichergestellt. Sollten dort alle intensivmedizinischen Kapazitäten erschöpft sein, würde die intensivpflichtige Versorgung auf Löningen erweitert. In der Schüchtermann-Klinik kann neben den bereits vorgehaltenen Kapazitäten ebenfalls eine Aufstockung von Beatmungsbetten stattfinden, sollten die Fallzahlen deutlich zunehmen.
Die Kliniken sehen sich damit in der Lage, umgehend auf vermehrte Krankheitsfälle infolge von Corona zu reagieren. In einem abgestimmten Konzept haben sich alle Beteiligten gemeinsam für die Bürgerinnen und Bürger im Osnabrücker Land bestmöglich vorbereitet.

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