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Mehr Aufenthaltsqualität, weniger versiegelte Flächen – Ledenhof erhält ein neues Gesicht

Stadtbaurat Frank Otte erläutert die Vorzüge des Entwurfs, der sich beim freiraumplanerischen Wettbewerb zur Gestaltung des Ledenhofs gegen die Konkurrenz durchgesetzt hat. Foto: Stadt Osnabrück, Simon Vonstein

Osnabrück. Künftig wird der Ledenhof ein zentraler, multifunktionaler Platz mit direkter Verbindung zum Schloss und luftig angeordneten Bäumen, Spielmöglichkeiten sowie einer kreativen Möglichkeit, Fahrräder abzustellen. So sieht es der Gewinner-Entwurf des freiraumplanerischen Wettbewerbs zur Gestaltung des Platzes vor. Das Büro bbz landschaftsarchitekten aus Berlin setzte sich bei dem Wettbewerb zusammen mit dem Büro Obermeyer Planen und Beraten aus München gegen 14 Mitbewerber durch.
Einstimmig entschied das Preisgericht zugunsten dieses Vorschlages. Als positiv hob Stadtbaurat Frank Otte unter anderem hervor, „dass der Entwurf deutlich weniger gepflasterte Fläche vorsieht, als andere Entwürfe.“ Zudem öffnet sich der Ledenhof in Richtung Schloss. „Die Bäume geben von vielen Bereichen des Platzes aus Sichtachsen auf das Schloss frei“, so Otte. Sitzmöglichkeiten sorgen für eine hohe Aufenthaltsqualität. Zudem soll der Platz, anders als bislang, ebenerdig gestaltet sein. „Der Entwurf sieht eine wassergebundene Oberfläche und in den Randbereichen Pflaster sowie auf dem Neuen Graben Asphalt vor. Vor dem Schloss wird dasselbe Pflaster wie in den Randbereichen des Ledenhofs verlegt, sodass sich die Gestaltung dort wiederfindet“, erklärt der Stadtbaurat. Neben dem neuen Pflaster wird es direkt vor dem Schloss auch zwei langgezogene Sitzmöglichkeiten geben.
Für Radfahrerinnen und Radfahrer sieht der Entwurf einen sogenannten Bikesafe als Parkmöglichkeit vor. Das kann beispielsweise ein Aufzug sein. Über ihn können Fahrräder in einen unter dem Ledenhof und von dem für Autos vorgesehenen Teil der Tiefgarage abgetrennten Bereich gebracht werden – entweder vom Radfahrer selbst oder automatisch.

Stadt Osnabrück, Simon Vonstein

„Die neue Gestaltung macht den Ledenhof für Veranstaltungen zu einer echten Alternative zum Markt“, sagt Otte. Staudenbeete direkt am historischen Ledenhof-Gebäude erhöhen den Grünanteil und sind zudem pflegeleicht. Auch der Neue Graben wird attraktiver. Vom Heger-Tor-Wall/Schlosswall kommend werden sowohl links als auch rechts Bäume stehen und den Weg Richtung Neumarkt und Innenstadt weisen.
Für den siegreichen Entwurf schüttet die Stadt 27.000 Euro aus. 16.000 Euro gehen an Huttereimann Landschaftsarchitekten und ZECH-CON Beratende Ingenieure aus Berlin, die mit ihrem gemeinsamen Entwurf den zweiten Platz erreichten. RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten aus Bonn und die Lindschulte Ingenieurgesellschaft aus Düsseldorf erhalten für ihren Entwurf und den damit erzielten dritten Platz 10.500 Euro.
Die Planer nahmen bei ihrer Arbeit den gesamten Bereich rund um den Ledenhof in den Blick, vom Pflegeheim Haus Ledenhof im Norden, der Straße Alte Münze im Osten, dem Schloss im Süden und im weiteren Verlauf dem Neuen Graben bis zum Heger-Tor-Wall/Schlosswall im Westen. Für die Neugestaltung des Ledenhofs sind 1,95 Millionen Euro veranschlagt, für den Neuen Graben weitere 1,27 Millionen. Jeweils ein Drittel davon sind Zuschüsse des Landes und des Bundes, ein Drittel übernimmt die Stadt Osnabrück. Wenn alle planerischen und vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen sind, finden voraussichtlich in zwei Jahren die Umbauarbeiten statt.
Alle Entwürfe werden von Freitag, 6. September, 16 Uhr bis zum 27. September in der Katholischen Familienbildungsstätte, Große Rosenstraße 18, ausgestellt.

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