Osnabrück führt das Kultursemesterticket ein

Stellen das neue Kultursemesterticket vor: Patricia Mersinger, Fach-bereichsleiterin Kultur (links); Heiko Schulze, Mitarbeiter im Fachbereich Kul-tur; Sergej Friesen vom AStA Hochschule Osnabrück; Laura Boese vom AStA Universität Osnabrück; Julia Guede vom AStA Hochschule Osnabrück, Stadtrat Wolfgang Beckermann und Kristina Kobvock vom AStA Universität Osnabrück. Foto: Stadt Osnabrück, Silke Brickwedde

Osnabrück. Am Geld soll es für die gut 25.000 Studierenden in Osnabrück bald nicht mehr scheitern, wenn sie Museen oder Kurse besuchen wollen. Möglich macht das das Kultursemesterticket, das zum kommenden Wintersemester 2019/20 eingeführt wird. Mit dem Studierendenausweis und dem Personalausweis ist dann der Eintritt frei.

Das Ticket funktioniert so: Pro Semester zahlen die Studentinnen und Studenten einen Euro – ergänzend zu den von den Studierendenparlamenten festgelegten AStA-Beiträgen. Dafür ist dann der Eintritt kostenlos ins Museumsquartier, in die Kunsthalle, in das Museum am Schölerberg, in das Museum Industriekultur und in das Diözesanmuseum. Die Ausleihe in der Stadtbibliothek ist kostenfrei und bestimmte Kurse in der Musik- und Kunstschule ebenfalls. Hinzu kommen noch fünf Stadtführungen pro Semester, zum Beispiel Nachwächtertouren und weitere Touren zusätzlich zu üblichen Erst-Angeboten. Außerdem ist der Aufstieg zum Turm der Marienkirche kostenlos.

„Die Studentinnen und Studenten der Universität und der Hochschulen sind ein wichtiger Teil unserer Stadtgesellschaft“, betont Stadtrat Wolfgang Beckermann. „Mit dem Kultursemesterticket möchten wir auf diese jungen Menschen zugehen und ihnen den Zugang zu unseren vielfältigen kulturellen Angeboten erleichtern.“

In Göttingen gibt es das Ticket bereits. Es wurde so gut angenommen, dass die Angebote bereits auf viele freie Träger ausgeweitet werden. Der Kultursemesterbeitrag wird dafür neu berechnet.

Zur Finanzierung: Alle Studierenden von Universität und Hochschule in Osnabrück werden künftig, zusätzlich zu ihrem jeweiligen AStA-Beitrag, einen Euro pro Semester entrichten. Am Ende der Semester wird Bilanz gezogen. Sollten die städtischen Einnahmen die entgangenen Entgelte und Gebühren übersteigen, können im Einzelfall zusätzliche Angebote erwogen werden. Außerdem wird zurzeit geprüft, ob das Angebot in Zukunft auch für Auszubildende eingeführt werden kann.