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JuLis Osnabrück kritisieren CDU-Pläne zur Dienst- und Wehrpflicht

Symbolfoto

Osnabrück. Die Jungen Liberalen Osnabrück-Stadt (JuLis) kritisieren die Pläne von CDU und Junger Union, die ausgesetzte Wehrpflicht wieder einzuführen oder ein „verpflichtendes Gesellschaftsjahr“ für Schulabgänger vorzusehen. Notwendig sei vielmehr ein moderner Umbau, um das Ansehen der Bundeswehr und von sozialen Berufen in der Bevölkerung zu steigern.

„Wir sind der Überzeugung, dass die 2011 mit den Stimmen der CDU beschlossene Aussetzung richtig war. Eine Revision der Bundestagsentscheidung ist unnötig“, so der Kreisvorsitzende der JuLis, Nemir Ali. Die Bundeswehr müsse sich professionalisieren, also besser ausgestattet und attraktiver für eine berufliche Karriere werden. Dies gelinge ohne Zwang durch einen zeitgemäßen Umbau. „Gerade bei der Digitalisierung hat die Bundeswehr Nachholbedarf. Insbesondere hier bestehen Chancen für attraktive Stellen für junge Erwachsene.“

Dass die Bereitschaft zum Engagement in der Bevölkerung auch ohne eine bestehende Pflicht vorhanden ist, zeigen die jüngsten Zahlen zu den Freiwilligendiensten (BFD, FSJ, FÖJ). Bereits über 100.000 Jugendliche und junge Erwachsene engagieren sich in diesem Bereich – ohne Zwang. „Die Antwort auf die Frage, wie ein Pflichtjahr für Jungen und Mädchen abseits der Wehrpflicht rechtlich haltbar sein soll, bleibt die JU zudem schuldig.“ Um junge Menschen verstärkt für soziale Berufe zu gewinnen, müssten die Arbeitsbedingungen attraktiver werden – etwa durch bessere Bezahlung, weniger Dokumentationspflichten und ein betriebliches Gesundheitsmanagement in den Einrichtungen.

„Hunderttausende Jugendliche und junge Erwachsene engagieren sich heute ehrenamtlich in Vereinen, Parteien und Initiativen. Für dieses dauerhafte freiwillige Engagement benötigen wir mehr gesellschaftliche Wertschätzung und bürokratische umfassenderes weniger Bürokratie. Was wir nicht brauchen, ist Zwang. Wir sind überrascht, dass Regulierung in diesem Politikfeld für die Junge Union wichtiger ist, als die persönliche Freiheit. Das zeigt anschaulich, welches Menschenbild die JU leider vertritt“, kritisiert Ali. Dass auch die sonst so ordnungspolitisch vernünftige Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) die JU-Forderung mittrage, sei angesichts fehlender Auszubildender in vielen Branchen und Betrieben im Raum Osnabrück arg verwunderlich.

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