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Obdachloser im Drogenrausch rast gegen Hauswand, randaliert in Mehrfamilienhaus und greift Rettungskräfte an

Symbolfoto: Pixabay

Osnabrück. Knapp zehn Strafverfahren leitete die Osnabrücker Polizei in der Nacht zum Sonntag gegen einen 33-jährigen Mann ohne festen Wohnsitz in Deutschland ein. Gegen 2 Uhr erreichte die Leitstelle der erste Notruf. Ein Fahrzeug war im Blumenhaller Weg, in Höhe der Hausnummer „127“, gegen eine Hauswand gefahren.

Bei Eintreffen der Beamten stellten diese den verlassenen und stark beschädigten Unfallwagen fest. Von dem Verursacher fehlte zunächst jede Spur. Wenige Sekunden später erreichten die Leitstelle weitere Notrufe. Ein Unbekannter hatte sich gewaltsam Zugang zu einem Mehrfamilienhaus in der „Alfred-Delp-Straße“ verschafft und randalierte im Hausflur.

Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem aggressiven Mann um den flüchtigen Unfallverursacher handelte. Die Polizisten nahmen den Randalierer im Treppenhaus des Gebäudes fest. Bei der Festnahme trat der Mann einem 31-jährigen Beamten ins Gesicht und verletzte diesen leicht. Auf dem Weg in den Streifenwagen brach der 33-Jährige plötzlich zusammen und wurde von einem Polizisten für wenige Sekunden reanimiert.


Als sich zwischenzeitig alarmierte Rettungskräfte um den Mann kümmerten, biss dieser dem leitenden Notarzt in den Unterarm. Schließlich gelang es, den 33-Jährigen mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus zu bringen. Im Rahmen der anschließenden Unfallaufnahme konnte ermittelt werden, dass der Mann ohne gültigen Führerschein mit einem Leihfahrzeug unterwegs war und darüber hinaus in einem nahegelegenen Hotel gastierte.

Ein Zeuge teilte den Polizisten mit, dass er seine nächtliche Autofahrt auf dem Hotelparkplatz begonnen habe. Eine anschließende Nachschau der Wegstrecke ergab, dass der Hotelgast auf dem Parkplatz und auf der circa 500m langen Strecke bis zur Kollision mit der Hauswand diverse weitere Unfälle verursachte. Er beschädigte unter anderem ein weiteres Fahrzeug, eine Ampel, einen Holzschuppen und einer Schranke. Der entstandenen Sachschaden wird auf 75.000 Euro geschätzt. Bei einer Überprüfung des Hotelzimmers stießen die Beamten nicht nur auf eine größere Menge mutmaßlicher Betäubungsmittel, sondern auch auf eine 32-jährige Frau und mehrere augenscheinlich gefälschte Ausweisdokumente.

Die 32-Jährige, die ebenfalls über keinen festen Wohnsitz in Deutschland verfügt, wurde vorläufig festgenommen, der 33-Jährige konnte das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen und wurde von den Ermittlern vernommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde das Pärchen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in ihre Freiheit entlassen. Die mutmaßlich unechten Ausweisdokumente wurden sichergestellt.

PM/Polizei Osnabrück

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