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Ferienpass: Erste-Hilfe-Kurs im Klinikum Osnabrück

Richtig reagieren im Notfall: Was zu tun ist, wenn Menschen Hilfe benötigen, lernten 30 Kinder im Klinikum Osnabrück. Fotos: Joachim Viertel

Im Klinikum Osnabrück mussten jetzt wieder lauter schwer „verbundene“ Kinder versorgt werden – erst mit Eis, Obst und Getränken und dann mit Würstchen und Kartoffelsalat. Die ungewöhnliche Therapiemethode macht klar, dass unter den dicken Verbänden keine echten Verletzungen waren: Die 30 Mädchen und Jungen im Alter von acht bis zwölf Jahren waren in einem Ferienpass-Kurs dabei, in dem ihnen in dem Krankenhaus auf dem Finkenhügel die Grundlagen der Ersten Hilfe und alles darüber vermittelt wurde, wie sie sich verhalten müssen, wenn sie einmal als erste Helfer an einem Unfallort sind.

Der Kurs wurde wieder von Dr. Guido Teckemeyer, Oberarzt in der Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin des Klinikums Osna-brück, und seinem Team geleitet. Wie der Arzt berichtete, laufen die Ferienpass-Kurse im Klinikum Osnabrück bereits seit dem Jahr 2000. Er und sein Team leiten sie seit Jahren, für Teckemeyer war es der 13. Kurs.

Rettungswagen angerückt

Der Arzt und seine Kollegen hatten erneut dafür gesorgt, dass eigens für die Ferienpass-Aktion ein Rettungswagen von der Berufsfeuerwehr Osnabrück auf dem Finkenhügel angerückt war, den sich die Kinder ansehen konnten und mit dessen Ausrüstungsgegenständen geübt wurde. In dem vierstündigen Angebot gab es ein umfangreiches, abwechslungsreiches Programm für die Kinder.

Richtig reagieren im Notfall: Was zu tun ist, wenn Menschen Hilfe benötigen, lernten 30 Kinder im Klinikum Osnabrück. Fotos: Joachim Viertel

Notruf richtig absetzten

Zunächst wurde geübt, wie man einen Notruf richtig absetzt – wobei diese Lektion dem Arzt wieder besonders wichtig war, weil es gar nicht so selten vorkommt, dass Kinder etwa nach Unfällen im Haushalt die Notrufnummer 112 wählen müssen. „Es ist wichtig, dass Kinder dabei sicher sind“, meint er. Wie Teckemeyer deutlich machte, gibt es vier wichtige „W“-Fragen, die bei einem Notruf unbedingt beantwortet werden müssen – wo etwas passiert ist, was passiert ist, wer/wie viele Menschen verletzt wurden, welche Verletzungen vorliegen und dann komme es noch darauf an, auf Nachfragen aus der Leitstelle zu warten.

Im nächsten Themenblock ging es um Wunden, wie sie sich jeder beispielsweise bei einem Sturz mit dem Fahrrad jederzeit zuziehen kann. Ein Junge gab dabei an, dass er schon einmal acht Platzwunden auf einmal hatte – ein gutes Beispiel. Es ist nämlich wichtig, auch kleine Wunden mit einem Pflaster oder Verband zu schützen, damit kein Schmutz oder Bakterien eindringen, die Entzündungen verursachen können. Die Spezialisten vom Krankenhaus zeigten den Kindern, wie Verbände angelegt werden – dann durften sie sich jeweils zu zweit gegenseitig verbinden.

Richtig reagieren im Notfall: Was zu tun ist, wenn Menschen Hilfe benötigen, lernten 30 Kinder im Klinikum Osnabrück. Fotos: Joachim Viertel

Führung durch das Notaufnahmezentrum

Nachdem das passiert war, zeigte Teckemeyer den Kindern, was beim Umgang mit Ohnmächtigen wichtig ist. Dann ging es in das Notaufnahmezentrum des Klinikums Osnabrück, wo schon der Rettungswagen und seine beiden Besatzungsmitglieder auf die Mädchen und Jungen warteten. Sie wurden in drei Gruppen eingeteilt: Während sich die einen den Rettungswagen ansahen, übten die anderen, Verletzte richtig hochzuheben und sie wegzutragen beziehungsweise ihnen Halsstützen anzulegen.

Nach dem Ausflug in den Notaufnahmebereich ging es noch einmal in den Seminarraum. Teckemeyer zeigte den Kindern die stabile Seitenlage und übte mit einer speziellen Puppe Herzdruckmassagen mit ihnen. Weil so viele Anmeldungen eingegangen waren, hatte das Krankenhaus die Teilnehmerzahl in dem Angebot um zehn Plätze aufgestockt.

Der Erste-Hilfe-Kurs im Klinikum Osnabrück für Kinder von acht bis zwölf Jahren läuft noch einmal am Donnerstag, 6. Juli, von 14 bis 18 Uhr. Anmeldungen sind unter Tel. 0541/405-6701 im Klinikum Osnabrück möglich.

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