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Zoo Osnabrück in Trauer: Bisonkuh Gwenda ist verstorben

Bisonkuh Gwenda ist in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch im Zoo Osnabrück aus noch ungeklärter Ursache verstorben. Zwei Jungtiere müssen nun per Flasche aufgezogen werden – eine große Herausforderung, da Waldbisons Wildtiere und keine Hausrinder sind und den Kontakt zum Menschen nicht gewöhnt sind. Foto: Zoo Osnabrück, Lisa Simon

Osnabrück. Aus zurzeit noch nicht nachvollziehbaren Gründen ist Bisonkuh Gwenda in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch im Zoo Osnabrück verstorben. Die Mitarbeiter fanden die Kuh am Mittwochmorgen tot im Gehege. Gwenda versorgte die zwei im Mai geborenen Jungtiere.

„Wir waren alle sehr erschüttert, als wir Gwenda heute Morgen fanden. Aus uns völlig unerklärlichen Gründen ist sie in der Nacht in einer Ecke des Vorhofes verstorben“, berichtet Tobias Klumpe, als zoologischer Leiter zuständig für den Nordamerika Bereich „Manitoba“, in dem die Waldbisons auf einer großen Anlage leben. „Der Körper ist bereits im Institut der Pathologie der tierärztlichen Hochschule Hannover, um Näheres über ihren Tod zu erfahren. Genaueres wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.“ Im Zoo Osnabrück leben nun noch fünf Waldbisons: Bulle Winnetou, die Kühe Eliza und Jamalia sowie zwei Jungtiere. „Große Sorgen machen wir uns nun um die Kälber, die Anfang Mai auf die Welt kamen. Beide haben bei der verstorbenen Kuh getrunken, da sich die zweite Mutter Eliza wegen einer Euterentzündung nicht um ihr Jungtier kümmerte. Nun müssen wir schauen, ob wir den Nachwuchs per Flasche großziehen können“, berichtet Klumpe.

Die Jungtiere waren am 7. und am 12. Mai zur Welt gekommen. Die Tierpfleger versuchen sie in den nächsten Tagen im Stall mit viel Geduld an die Flasche zu gewöhnen, das sei jedoch nicht einfach: „Bisonkälber wiegen bei der Geburt zwischen 15 und 20 Kilo, seitdem ist das Doppelte nochmal dazu gekommen. Sie haben erstmal Angst vor der Flasche und der ungewohnten Situation im Stall. Gleichzeitig können wir sie selbst mit vereinten Kräften kaum halten und begeben uns damit auch in Gefahr. Waldbisons sind Wildtiere und keine Hausrinder“, so Klumpe.


Eine weitere Herausforderung: Sollte die Flaschenaufzucht gelingen, dürfen sich die Kälber nicht zu sehr an Menschen gewöhnen, damit sie nicht auf Menschen geprägt werden. „Da die beiden aber zu zweit sind, haben die Jungtiere auf jeden Fall einen Artgenossen an der Seite. Denn während wir versuchen sie an die Flasche zu gewöhnen, können sie erstmal nicht zur Herde zurück, haben aber Sichtkontakt“, so der Biologe. Nun heiße es aber erstmal Daumen drücken, dass die Kälber die Flasche überhaupt annehmen.

PM/Zoo Osnabrück

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