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Osnabrücker Mobilitätsstationen erhalten Top-Designpreis

Mobilitätsstation Haste Foto: Stadtwerke Osnabrück, Uwe Lewandowski

Osnabrück. Die Osnabrücker Mobilitätsstationen haben einen der weltweit renommiertesten Designpreise erhalten. Die von der Firma andré stocker design aus dem hessischen Dreieich entworfenen Stationen wurden mit dem iF Design Award in Gold ausgezeichnet. Aus weltweit rund 10.000 eingereichten Beiträgen wurden lediglich 75 Gold-Awards in den unterschiedlichen Kategorien verliehen.

„Diese Auszeichnung ist einmal mehr eine tolle Bestätigung, dass wir sowohl mit der Idee der Mobilitätsstationen als auch mit der Auswahl des Designs einen Volltreffer gelandet haben“, freut sich Stadtbaurat Frank Otte. In ihrer Bewertung hebt die Jury insbesondere die sehr gute Funktionalität und hohe Erkennbarkeit hervor. Die auffallende Reduzierung von Design und Materialien schaffe Ankerpunkte voller Charakter. „Genau das wollten wir erreichen – und genau das ist uns mit den Ideen des Büros Stocker Design großartig gelungen.“

Herzstück „rad-bar“

Vier solcher Mobilitätsstationen gibt es bereits in Osnabrück – in teils unterschiedlicher Ausprägung, aber im immer gleichen Stocker-Design: in Haste und Düstrup, am Sutthauser Bahnhof sowie in zentraler Innenstadtlage am Kamp. Herzstück aller vier Anlagen ist die von den Stadtwerken betriebene „rad-bar“, in der die Nutzer sicher und bequem ihr Fahrrad abstellen und zusätzlich bei Bedarf ein Schließfach mit Akku-Lademöglichkeit buchen können. Die Stationen in Haste, Düstrup und Sutthausen liegen direkt an einer MetroBus-Linie, in Haste gibt es zudem einen stationären Carsharing-Stellplatz. „Die Mobilitätsstationen machen somit den Umstieg zwischen Rad, Bus und Carsharing kinderleicht“, ergänzt Stadtwerke-Mobilitätsvorstand Dr. Stephan Rolfes.

Baukastenprinzip mit hoher Wiedererkennung

Die Entwürfe der Mobilitätsstationen stammen aus der Feder von André Stocker, der sich 2017 im Rahmen eines Wettbewerbs durchgesetzt hatte. „Die Idee war, die Mobilitätsstationen so zu gestalten, dass sie – je nach Anforderung an den Standort – im Baukastenprinzip zusammengestellt werden können.“ Den einzelnen Angeboten, wie zum Beispiel Ladestation oder rad-bar, sind unterschiedliche Farben zugeordnet, was dem Nutzer die Wiedererkennung erleichtere. „Die Module selber wurden als markante, kubische, reduzierte Baukörper gestaltet und stellen eine deutliche Landmarke dar.“

Andere Kommunen informieren sich

Mit der Umsetzung der neuen Mobilitätsstationen verfolgen Stadt und Stadtwerke ganz bewusst den multimodalen Ansatz. „Mobilitätsstationen können einen immens wichtigen Baustein für die zukunftsfähige Mobilität darstellen“, betont „Mobile Zukunft“-Leiterin Brigitte Strathmann. Mit diesem Ansatz stehe Osnabrück nicht alleine da. „Andere Kommunen und sogar größere Unternehmen informieren sich bei uns, lassen sich die Mobilitätsstationen zeigen – und sind begeistert von der Umsetzung.“

Nächste Station im Landwehrviertel

Gebaut wurden die Osnabrücker Mobilitätsstationen von der Firma Kienzler Stadtmobiliar aus dem Schwarzwald. Ein Teil der Kosten wurde vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative getragen. „Auch alle weiteren und künftigen Mobilitätsstationen sollen natürlich in diesem Design errichtet werden“, erläutert Stadtbaurat Frank Otte weiter. Die nächste Mobilitätsstation entsteht im neuen Landwehrviertel, mit rad-bar und leichtem Umstieg von und in die MetroBus-Linie M2. Die Fertigstellung ist im Herbst 2021 geplant.

Hintergrund: Projekt „Mobile Zukunft“

Ende 2016 hatten die Stadt und die Stadtwerke Osnabrück die übergreifende Initiative „Mobile Zukunft“ gestartet – als Impulsgeber, Ideenschmiede und Anlaufstelle für nachhaltige Mobilitätskonzepte wie z.B. die Errichtung von Mobilitätsstationen. Herzstück von „Mobile Zukunft“ sind die Patenschaftsprojekte, bei denen Personen aus Politik, Wirtschaft oder Öffentlichkeit gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung und der Stadtwerke in Tandems an selbst ausgewählten Mobilitätsprojekten arbeiten. Weitere Infos zu „Mobile Zukunft“ gibt es unter www.mozu-os.info.

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PM/Stadt Osnabrück

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