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370.000 Euro für Projektförderung des „Kulturmarathons” bewilligt

Förderer des Kulturmarathons (v. l.): Ludger Abeln (Caritas-Stiftung), Wolfgang Beckermann (Erster Stadtrat Osnabrück), Johannes Andrews (Evangelische Stiftungen), Dorit Schleissing (Felicitas und Werner Egerland Stiftung), Michael Prior (Bohnenkamp-Stiftung), Katharina Meyer (Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur), Ralf Hellige (Stiftung der Sparkasse Osnabrück), Patricia Mersinger (Stadt Osnabrück, Leitung Fachbereich Kultur), Anke Bramlage (Stadt Osnabrück, Projektbüro Fachbereich Kultur), Marius Kolkmeyer (Stadt Osnabrück, Projektförderung Fachbereich Kultur) Foto: Stadt Osnabrück, Silke Buttmann

Osnabrück. Um Kulturschaffende zu unterstützen, deren Einnahmen während der Corona-Krise eingebrochen sind, hat der Rat wie auch im vergangenen Jahr beschlossen, für die kulturelle Projektförderung zusätzlich 250.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Fast 190 Projektanträge sind von Kulturschaffenden aus verschiedenen Bereichen eingegangen. Die Antragszahl zeigt die noch immer prekäre Situation insbesondere für freiberufliche Kulturschaffende. „Auch nach über einem Jahr Corona-Pandemie ist für viele Kulturschaffende die Arbeit unter den gewohnten Bedingungen noch nicht möglich. Deswegen hat der Rat der Stadt Osnabrück beschlossen, sie erneut mit 250.000 Euro zusätzlich zu fördern“, so Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann. „Die Unterstützung der Kulturschaffenden hat nach wie vor hohe Priorität. Ich freue mich besonders, dass sich die Stiftungen wieder am ‚Kulturmarathon‘ beteiligen.“

Im letzten Jahr wurden die Kriterien und das Verfahren zur Erlangung einer kulturellen Projektförderung aufgrund der besonderen Bedingungen erweitert. Die Erfahrungen aus den letzten beiden Förderrunden haben gezeigt, dass die Fördergelder so an den richtigen Stellen eingesetzt werden konnten. Durch die Förderung von unter normalen Bedingungen nicht förderfähigen Vorhaben, wie zum Beispiel die Erstellung eines Tonträgers oder konzeptionelle Arbeiten, konnten Künstlerinnen und Künstlern unterstützt werden, obwohl klassische Formate wie Konzerte oder Ausstellungen nicht stattfinden konnten. Aus diesen Gründen wird die aktuelle Förderrunde wiederholt unter angepassten Bedingungen abgewickelt.

Aufgrund der positiven Erfahrungen aus den letzten Förderrunden wurden auch in dieser Runde verschiedene Osnabrücker Stiftungen in das Förderprogramm eingebunden. Gemeinsam mit den Stiftungen verfolgt die Stadt das Ziel, Kulturschaffenden im Rahmen des Kulturmarathons zu unterstützen. Auf diesem Weg konnten weitere rund 80.000 Euro zur Förderung von Projekten von regionalen Stiftungen (Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung, Felicitas und Werner Egerland Stiftung, Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur, Stiftung der Sparkasse) zur Verfügung gestellt werden. Die Egerland Stiftung beteiligte sich in dieser Runde zusätzlich mit der eigenen Förderlinie „TRANSITION“. Kulturschaffende konnten sich auf diese Förderlinie gezielt für konzeptionelle Arbeit an Vermittlungsprojekten bewerben. Die Sonderlinie hat das Ziel, Kulturschaffende bei der Arbeit unter Pandemie-Bedingungen zu unterstützen. Außerdem sollte der Austausch zwischen den Kulturschaffenden gefördert werden. Mit den Mitteln der Stiftungen wurden Projekte im Umfang von 370.000 Euro bewilligt.

„Die Folgen der Corona-Krise für die Kultur sind weiterhin sehr einschneidend. Durch die gemeinsamen Anstrengungen von Stiftungen und Stadt konnte in drei Förderrunden ein Beitrag geleistet werden, um die Osnabrücker Kulturszene durch dieses auf allen Ebenen außergewöhnlich belastende Jahr zu begleiten. Wir hoffen sehr, dass auch künftig ein reiches kulturelles, wie auch bildungsreiches und soziales Angebot zur Lebensqualität in unserer Stadt beiträgt“, erläutert Dorit Schleissing-Stengel stellvertretend für den AK Kultur des Stiftungsnetzwerk Bildung, der den Kulturmarathon gemeinsam mit dem Fachbereich Kultur entwickelt hat, die Motivation der Stiftungen für diese Kooperation.

Die inhaltliche Bewertung der Förderfähigkeit der eingegangenen Anträge nahmen drei Fachjurys vor.

Die Jury für die Förderung von Projekten aus dem Bereich Bildende Kunst bestand neben internen Expertinnen und Experten aus den Fachdiensten im städtischen Fachbereich Kultur unter anderem aus den externen Fachexpertinnen und -experten, Prof. Dr. Andreas Brenne (Kunst und ihre Didaktik/Kunstpädagogik an der Universität Osnabrück), Prof. Dr. Susanne Düchting, (Theorie und Geschichte der Produktgestaltung an der Hochschule Osnabrück) sowie den freischaffenden Künstlern Henning Lichtenberg und Christoph Seidel.

Die Jury für Musik Projekte bestand neben internen Expertinnen und Experten aus dem Fachbereich Kultur aus den folgenden externen Fachexpertinnen und -experten: Prof. Sascha Wienhausen (Pop-Gesang/Fachdidaktik an der Hochschule Osnabrück), Todor Todorovic von der Blues Company, Gitarrist und Verleger Peter Finger und Musikwissenschaftlerin Dorit Schleissing.

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Für die kulturelle Projektförderung sowie für sogenannte Dauerprojektförderungen stehen im Haushaltsjahr 2021 planmäßig 122.500 Euro zur Verfügung. Nach Abwicklung der ersten Antragsfrist für das Jahr 2021 und unter Berücksichtigung von Rückzahlungen und nicht abgerufenen Zuschüssen sowie den zusätzlich bereitgestellten Mitteln von 250.000 Euro stehen im Rahmen der zweiten Antragsfrist rund 330.000 Euro Fördermittel zur Verfügung.

Insgesamt wurden rund 844.000 Euro, verteilt auf 185 Förderanträge, bei der Stadt beantragt. Die Summe der bewilligten städtischen Fördermittel liegt derzeit bei rund 290.000 Euro.

Die Kulturverwaltung dankt den externen Jurymitgliedern für ihren hohen ehrenamtlichen Einsatz. „Viele Kulturschaffende haben seit über einem Jahr keine Aufträge. Die dynamische Entwicklung der Pandemie in den letzten Monaten hat außerdem gezeigt, dass die Planbarkeit äußerst begrenzt ist. Die Projektförderung ist ein kleiner Schritt, das Kulturleben in Osnabrück während dieser herausfordernden Zeiten zu unterstützen und aufrecht zu erhalten.“, betont Patricia Mersinger, Leiterin des städtischen Fachbereichs Kultur.

PM/Stadt Osnabrück

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