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Zoo Osnabrück begrüßt Frühlings-Nachwuchs

Fotoquelle: Zoo Osnabrück (Lisa Simon)

Osnabrück. Auch wenn in Osnabrück nun eine nächtliche Ausgangssperre gilt, bringt der Frühling viele Freude mit sich – auch im Zoo Osnabrück. Denn während die Bäume wieder grüner werden und Blumen sprießen, bekommen einige Tiere Nachwuchs. Bei den Baumstachlern und Guteschafen tummeln sich bereits Jungtiere, bei den Rentieren wird Nachwuchs erwartet. Zwar sind an den Ostertagen die meisten Zeitfenster für einen Zoobesuch ausgebucht, aber es lohnt sich dennoch nach freien Zeiten zu schauen.

„Die Geburt bei den Baumstachlern war tatsächlich sehr aufregend für uns, auch wenn es bereits das dritte Jungtier ist, das bei uns zur Welt kam“, berichtet Tanja Boss, Tierpflegerin und Revierleiterin in der nordamerikanischen Tierwelt „Manitoba“. „Denn dieses Mal fand die Geburt komplett tagsüber statt, bei den ersten zwei Geburten war das Jungtier einfach morgens plötzlich im Stall. Nun setzten die Wehen aber bereits am Montagmorgen ein und dauerten den ganzen Tag.“ Doch um 18 Uhr, als Zootierarzt Thomas Scheibe ein letztes Mal nach der werdenden Mutter schauen wollte, war das Jungtier endlich da. Bei den auch Baumstachelschwein genannten Nagetieren ist der Name Programm: Etwa 30.000 Stacheln bedecken ihren Körper und am liebsten halten sie sich auf Bäumen auf. Am Mittwochfrüh um 9 Uhr fand die große Untersuchung durch den Tierarzt statt.

„Wir lassen Mutter und Nachwuchs anfangs immer in Ruhe, damit sie zusammenfinden können. Allerdings müssen wir uns bei den Baumstachlern etwas beeilen: Sie kommen zwar mit weichen Stacheln zur Welt, damit sich die Mutter nicht verletzt, aber sie härten schnell aus und dann wird eine Untersuchung für uns schwierig“, berichtet Tobias Klumpe, Zoologischer Leiter und zuständig für den Nordamerika-Bereich. Beim Tierarztbesuch bekam der Nachwuchs einen kleinen Mikrochip implantiert, wie ihn auch Haustiere zur Wiedererkennung erhalten, der Nabel wurde desinfiziert und das Geschlecht bestimmt: Ein Junge! „Wir haben ihn Floyd getauft. Er ist auf jeden Fall viel munterer als seine vorherigen Geschwister, allerdings schläft er auch noch viel. Und er trinkt natürlich jede Menge Milch bei seiner Mutter. Festes Futter wird er in ein paar Wochen probieren und auch auf Bäume klettern wird er erst in einiger Zeit“, berichtet Tierpflegerin Boss.

Nachwuchs auch bei Guteschafen

Auch in der nordeuropäischen Tierwelt „Kajanaland“ erkundet der erste Nachwuchs seine Umgebung: Lamm Kalle testet bei seiner Herde, den Guteschafen, bereits seine kleinen Hörner aus. „Kalle kam am 14. März zur Welt und ist sehr aktiv. Er flitzt gerne über die Anlage von Schaf zu Schaf, macht kleine Luftsprünge und stupst schon andere Schafe mit seiner Stirn an, um sie herauszufordern“, lacht Janis Schröder, Tierpfleger in „Kajanaland“. „Wir hoffen, dass er bald Spielkameraden bekommt, mit denen er sich kabbeln kann. Zwei weitere Schafe sind noch tragend.“ Besonders niedlich ist Kalle, wenn er schläft, denn das macht er am liebsten auf seiner Mutter liegend.

Die alte Haustierrasse ist besonders, wie Andreas Wulftange, zoologischer Leiter, erklärt: „Guteschafe sind eine bedrohte Haustierrasse aus Schweden. Sie sind sehr robust, verlieren meistens sogar selbstständig ihre Wolle. Wir sind inzwischen auch in einen Schafzuchtverband eingetreten, um mit anderen Züchtern zu kooperieren. So können wir unseren Nachwuchs immer in gute Hände abgeben. Unser Bock wurde dafür offiziell gekört, das heißt begutachtet und ausgezeichnet.“ Weiterer Nachwuchs kündigt sich bei den Nachbarn der Guteschafe an: Auch die Rentiere erwarten Jungtier, voraussichtlich Ende April oder Anfang Mai. „Eigentlich können die Rentiere und die Gutschafe zusammen auf ihren miteinander verbundenen Anlagen laufen, im Moment haben wir sie wegen der Jungtiere lieber abgetrennt. Beide sind aber sehr gut zu beobachten“, berichtet Schröder.

Wer den aktuellen Nachwuchs besuchen möchte, muss sich vorab über die Homepage des Zoos anmelden (www.zoo-osnabrueck.de) und ein Zeitfenster für den Einlass reservieren. „Über Ostern sind tagsüber die meisten Zeitfenster ausgebucht, aber nach den Ostertagen gibt es noch freie Plätze ab etwa 16 Uhr. Auch dann lohnt sich noch ein Zoobesuch, denn ab 17:30 Uhr startet unser ‚Frühlingsleuchten‘ mit zahlreichen, leuchtenden Tierfiguren entlang der Wege“, berichtet Christina Bunde, Kassenleiterin. Mit E-Tickets können Besucher zurzeit sparen: E-Tickets für den Zoobesuch tagsüber sind momentan 10 Prozent reduziert, E-Tickets für das „Frühlingsleuchten“ sogar 50 Prozent. Jahreskarten gelten bis zum 1.4.2022, sind zurzeit bis zu 5 Euro reduziert und beinhalten auch den Eintritt zum „Frühlingsleuchten“. Im gesamten Zoo gilt eine Maskenpflicht, Tierhäuser sind aktuell geschlossen. Weitere Corona-Sicherheitsmaßnahmen stehen auf der Homepage des Zoos: www.zoo-osnabrueck.de.

PM/Zoo Osnabrück

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