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Warum werden Frauen am Arbeitsplatz häufiger gemobbt als Männer?


Köln. Mobbing, also absichtliches wiederholtes und gezieltes Ausgrenzen, Schikanieren, Demütigen oder Verletzen eines Menschen durch eine Einzelperson oder eine Gruppe, hat viele Gesichter – unter anderem werden Kinder in der Schule gemobbt oder Erwachsene am Arbeitsplatz. 29 Prozent aller Deutschen geben an, bereits selbst schon einmal am Arbeitsplatz gemobbt worden zu sein. Frauen sagen dies häufiger als Männer (35 Prozent vs. 22 Prozent der Männer). 4 Prozent aller Befragten sagen, sich selbst schon einmal aktiv an Mobbing von Kollegen/Vorgesetzten beteiligt zu haben. Diese Aussage treffen wiederum Männer häufiger als Frauen (6 Prozent vs. 3 Prozent der Frauen).

Dies sind Ergebnisse einer Umfrage der internationalen Data & Analytics Group YouGov in Kooperation mit Statista, für die 2.058 Personen zwischen dem 19. und 22. März 2021 mittels standardisierter Online-Interviews befragt wurden. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Für 6 Prozent hat sich die Situation während der Corona-Krise verschlimmert

Unter jenen, die selbst schon einmal am Arbeitsplatz gemobbt wurden oder Mobbing schon einmal bei Kollegen / Vorgesetzten erlebt haben, sagen 6 Prozent, dass sich die Situation während der Corona-Krise verschlimmert habe, für 10 Prozent habe sie sich verbessert, und für 18 Prozent ist die Situation gleich geblieben. 62 Prozent jener Befragten geben an, dass die Mobbing-Situation zu Zeiten der Corona-Krise bereits beendet war.

Häufigste Form von Mobbing am Arbeitsplatz in direkter sozialer Interaktion

81 Prozent aller Befragten, die selbst schon einmal am Arbeitsplatz gemobbt wurden, Mobbing bei Kollegen/Vorgesetzten erlebt haben oder aktiv daran beteiligt gewesen sind, geben an, dass das Mobbing in Form direkter sozialer Interaktion passiert ist. 8 Prozent sagen dies über Mobbing per E-Mail, 7 Prozent über Mobbing via Social Media, 6 Prozent über Mobbing per Telefon und 4 Prozent übers Mobbing via Messenger.

Frauen würden sich im Mobbing-Fall am häufigsten mit einer ihnen vertrauten Person im Unternehmen beraten

Bei der Frage, welche Maßnahmen persönlich ergriffen werden würden, falls von Mobbing am Arbeitsplatz betroffen, antworten jeweils 39 Prozent aller Befragten, direkt mit ihrem Vorgesetzten zu sprechen oder ein Gespräch mit der/den mobbenden Person/en zu suchen. 34 Prozent geben an, sich mit einer ihnen vertrauten Person im Unternehmen zu beraten. Dies sagen Frauen häufiger als Männer (38 Prozent vs. 29 Prozent der Männer). Frauen geben auch häufiger an, als Maßnahme gegen Mobbing den Job zu wechseln (20 Prozent vs. 10 Prozent der Männer). Unter allen Befragten treffen 15 Prozent diese Aussage.

Hilfsangebote für Mobbingopfer nur zum Teil vorhanden

Knapp ein Viertel aller Befragten gibt an, dass ihr Unternehmen Hilfsangebote für Mobbingopfer anbietet (23 Prozent). 34 Prozent sagen, dass derartige Angebote vom Arbeitgeber bzw. dem Unternehmen nicht zur Verfügung gestellt werden. Knapp jeder Zehnte (9 Prozent) findet, dass Hilfsangebote für Mobbingopfer im Unternehmen überbewertet sind. 27 Prozent würden sich mehr davon wünschen.

PM/YouGov Deutschland GmbH

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