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Das Lernen von Sprache in den Kita-Alltag einbauen – Volkshochschule Osnabrücker Land bietet Fortbildungen an

Im Alltag Freude an Sprache vermitteln: Das Heidelberger Interaktionstraining schult pädagogische Fachkräfte, Situationen wie das Lesen eines Bilderbuches für alltagsintegrierte Sprachförderung zu nutzen. Foto: ZEL Heidelberg / Dr. Anke Buschmann

Osnabrück. Praxisnah, direkt im Alltag einsetzbar und tolle Fortschritte bei den Kindern – so lauten die durchweg positiven Rückmeldungen von pädagogischen Fachkräften aus Kindertageseinrichtungen im Landkreis Osnabrück, die an einer Fortbildung der Volkshochschule Osnabrücker Land (vhs) teilgenommen haben.

„Das ‚HIT – Heidelberger Interaktionstraining‘ ist ein sehr bewährtes Konzept für die Arbeit in Kindertagesstätten, um alltagsintegriertes Lernen von Sprache zu ermöglichen. Studien haben gezeigt, dass Kinder durch HIT Sprache besser verstehen und auch besser aktiv sprechen lernen“, berichtet Juliane Macke, Sprachkoordinatorin bei der vhs. Deswegen sei das Angebot in das Fortbildungsprogramm für pädagogische Fachkräfte in Kindertagesstätten aufgenommen worden.

„Im Alltag in Kindertagesstätten gibt es sehr viele natürliche Situationen, in denen Kommunikation stattfindet. Hier können die Erzieherinnen und Erzieher Kinder sprachlich fördern. Zum Beispiel beim gemeinsamen Spiel, beim Anschauen eines Buches, in Projekten oder beim Waldspaziergang“, beschreibt Dozentin Walburga Rump den Ansatz von HIT. „Die Teilnehmenden lernen das sogenannte sprachförderliche Interaktionsverhalten und nehmen dem Kind gegenüber eine positive Grundhaltung ein“, ergänzt ihre Kollegin Anita Thölke. Die Kursleiterinnen verfügen als staatlich geprüfte Logopädin bzw. Diplom-Sprachheilpädagogin über langjährige Erfahrungen in der Begleitung und Anleitung von pädagogischem Fachpersonal in der alltagsintegrierten Sprachförderung.

In sechs Modulen mit jeweils fünf Unterrichtsstunden vermitteln die zertifizierten Trainerinnen für HIT die theoretischen und praktischen Inhalte. Eine vierwöchige Pause zwischen den Einheiten ermöglicht den pädagogischen Fachkräften, das Erlernte direkt in die Praxis umzusetzen. „Ihre Erfahrungen besprechen wir zeitnah und vertiefen durch die erhöhte Eigenreflektion der Teilnehmenden die erlernten Inhalte und Verhaltensweisen“, betont Rump. Ein weiteres wichtiges Mittel sei die Videosupervision, bei der die pädagogischen Fachkräfte „ihre Arbeit mit einem Kind filmisch festhalten und anschließend unter Supervision durch uns und die weiteren Teilnehmenden besprechen, ob und wie die Umsetzung der sprachförderlichen Verhaltensweisen bereits gelingt“, sagt Thölke.

Dass sich vieles schnell umsetzen lässt, bestätigen Teilnehmende aus dem aktuellen Kurs bei der vhs. So erzählt Sarah Waltermann, pädagogische Fachkraft in der Kita St. Pankratius in Hilter-Borgloh, dass sie mit dem Training das theoretische Wissen zu sprachförderlichen Verhaltensweisen aufgefrischt habe. „Vieles war mir durch die Ausbildung bereits bekannt“, sagt Waltermann. Die Lernmethoden im Training hätten zusätzlich dazu beigetragen, dieses Wissen in den Arbeitsalltag mit den Kindern einbringen zu können. „Jetzt achte ich noch bewusster darauf, den Kindern Zeit zu geben, Geduld zu haben und mir Zeit für langsames Sprechen zu nehmen. Vom korrektiven Feedback, also dem positiven Wiederholen, profitieren die Kinder schnell und machen rasch Fortschritte in ihrer Sprachentwicklung“, hat die Erzieherin beobachtet.

Bettina Poggemann, Erzieherin in der Kita St. Maria in Georgsmarienhütte, stellt fest, dass „die Fortbildung noch mehr dafür sensibilisiert hat, wahrzunehmen, worauf ein Kind zum Beispiel achtet, wenn wir gemeinsam ein Bilderbuch anschauen.“ Je länger man sich Zeit nehme für die Kinder, desto mehr öffneten sie sich. Julia Niermann, ebenfalls als Erzieherin in der Kita St. Maria tätig, berichtet, dass die Kinder sehr positiv auf die Aufmerksamkeit und das Zuhören reagieren. „Wenn ich bei einem Gesellschaftsspiel Fragen an die Kinder bewusst offener formuliere, antworten die Kinder sofort anders darauf. Sie merken sehr schnell: Da ist jemand, der hört uns zu.“ Reaktionen wie diese erleben Walburga Rump und Anita Thölke oft: „Viele Teilnehmende bemerken sehr schnell nach dem Beginn des Trainings eine positive Veränderung in Kommunikation und Sprache. Sie beobachten, wie die Kinder spürbare Fortschritte in ihrer Sprachentwicklung machen.“

Der nächste Kurs „HIT – Heidelberger Interaktionstraining“ bei der vhs Osnabrücker Land findet an sechs Terminen (29. April, 27. Mai, 1. Juli, 16. September, 7. Oktober, 4. November) jeweils donnerstags von 14.30 Uhr bis 19 Uhr statt. Die Fortbildung hat die Kursnummer 211-559910 und kostet 600 Euro. Weitere Informationen bei Juliane Macke (Telefon 0541 501-2918, E-Mail: juliane.macke@vhs-osland.de).

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PM/Volkshochschule Osnabrücker Land

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