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IHK Stade fordert eine einheitliche Perspektive für die Wirtschaft im Weser-Ems-Gebiet

Themenbild: Pixabay

Stade. Angesichts des Verbändetreffens mit Wirtschaftsminister Altmaier am vergangenen Dienstag hat die IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum Sorge, dass es bis zur nächsten Bund-Länder-Konferenz weiterhin an einer konkreten bundeseinheitlichen Öffnungsperspektive für die Wirtschaft fehlen könnte.

„Wir setzen darauf, dass sich die vom Wirtschaftsministerium geäußerte ‚begründete Hoffnung‘ einer Wiederöffnung in den nächsten Tagen zu einem durchdachten Plan entwickelt. Unsere Wirtschaft muss sich jetzt schon darauf einstellen können, wie es nach dem 7. März weitergeht“, fordert Holger Bartsch, Hauptgeschäftsführer der IHK Stade.

Im Elbe-Weser-Raum seien es vor allem die Tourismuswirtschaft, also Hotellerie und Gastronomie, der Einzelhandel sowie die Dienstleistungs- und Veranstaltungswirtschaft, die unter der aktuellen Lockdown-Verlängerung leiden würden, so die IHK. Die jüngsten Zahlen des statistischen Bundesamtes zeigten, dass insbesondere die Textilien-, Lederwaren- und Schuhhändler mit enormen Umsatzeinbußen von derzeit 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu kämpfen hätten. „Mit bisher minus 71 Prozent war die Textilbranche auch das am meisten gebeutelte Sortiment während des ersten Lockdowns vor einem Jahr“, resümiert IHK-Handelsreferentin Kathrin Wiellowicz.

„Damit stehen auch die Innenstädte und Ortskerne in unserer Region vor massiven Problemen, denn diese Händler sind in der Regel die Kundenmagneten in unseren Geschäftsstraßen. Von den Frequenzen profitierten bislang auch andere Geschäfte einer Fußgängerzone. Wenn hier nicht zügig etwas passiert, könnte sich die Vielfalt unserer Geschäftsstraßen schneller ändern, als später gegengesteuert werden kann“, äußert sich Wiellowicz besorgt. Die Liste von Geschäftsschließungen größerer Frequenzbringer wird nach Aussage der IHK seit Beginn der Pandemie immer länger. Neben Karstadt Galeria Kaufhof hätten sich jüngst das Modeunternehmen Pimkie, die Restaurantkette Vapiano und die Parfümerie Douglas eingereiht.

Die IHK Stade hat daher gemeinsam mit den anderen sechs niedersächsischen Industrie- und Handelskammern den Vorschlag an die Landesregierung herangetragen, den Einzelhandel sortimentsübergreifend im Sinne eines so genannten „Private Shoppings“ zu öffnen – also eines Verkaufsvorgangs im 1:1 Kontakt zwischen Verkäufer und Kunde und nur nach vorheriger Terminvereinbarung. „Diese Form des personalisierten Einkaufs würde dem an uns vielfach herangetragenen Wunsch einer Gleichbehandlung aller Händler entgegenkommen und ließe sich hygienisch einwandfrei umsetzen. Denn der Handel hat schon lange vor dem zweiten Lockdown in umfassende Hygienekonzepte investiert“, zeigt sich der IHK-Chef Holger Bartsch von der Idee überzeugt.

PM/IHK Stade

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