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Servicebetrieb: Herausfordernder Winterdienst in Osnabrück

Foto: Service Betrieb / Stadt Osnabrück

Osnabrück. Seit Tagen warnt der Wetterdienst, dass am Wochenende ein Schneesturm mit eisigen Temperaturen über Osnabrück hereinbrechen wird. Der Osnabrücker ServiceBetrieb (OSB), verantwortlich für den Winterdienst, hatte sich gerüstet. Alle verfügbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden ab Freitagmittag in Rufbereitschaft versetzt. Es wurde die höchste Stufe ausgerufen.

Am Samstagmittag gegen 12 Uhr sind die ersten Fahrzeuge ausgerückt und haben vorbeugend bereits gestreut. Seit Samstagnacht wurden die Räumschilder aller Winterdienstfahrzeuge runtergelassen und Schnee geschoben. „Wir sind die ganze Nacht von Samstag auf Sonntag durchgefahren. Aber da der Schneefall und die Verwehungen anhielten, mussten die Räumfahrzeuge die Hauptadern Osnabrücks und die für die Rettungsfahrzeuge wesentlichen Strecken mehrmals frei schieben. Auch die wichtigen Radwege wurden geräumt und gekehrt.
Hier standen die Winterdienstfahrzeuge vor den gleichen Herausforderungen wie auf der Straße,“ erläutert Betriebsleiter Detlef Schnier die extreme Wettersituation in Osnabrück.

Bis zu 480 km Straßen, Radwege auf Hochborden und auf der Straße, Fußgängerüberwege sowie ca. 600 Einzelflächen werden durch den Winterdienst betreut. Sechs Großräumfahrzeuge fahren die Straßen gleichzeitig auf fest vorgegebenen Touren ab. Ein Durchgang beträgt vier bis fünf Stunden. Ebenso sind kleinere Räumfahrzeuge, Trecker und Transporter mit Handkolonnen für Fußgängerüberwege, Bushaltestellen und Brücken unterwegs. Buslinien, Fahrradstraßen, Krankenhauszufahren, Schulwege, Autobahn-Umleitungs­strecken u.a. sollen 24 Stunden für den Verkehr freigehalten werden. Erst wenn diese frei sind, können die weiteren Straßen geräumt bzw. gestreut werden.

Am Sonntag erlebten viele Osnabrückerinnen und Osnabrücker geschlossene Schneedecken auf den Nebenstraßen und auch auf den Hauptverkehrswegen schwierige Verhältnisse, obwohl die Hauptverkehrsstraßen bis zu diesem Zeitpunkt schon mehrmals geräumt worden sind.

Wie die Fahrbahnen waren auch die Radwege aufgrund des anhaltenden Schneefalls und besonders aufgrund der ständigen Schneeverwehungen nach wenigen Minuten wieder bedeckt und nur schlecht nutzbar.

Auch Fußgänger wichen teilweise auf die Fahrbahn aus, weil nicht alle Anlieger den Gehweg geräumt hatten oder dieser bereits wieder zugeschneit war. Der OSB dankt den Anliegern für ihren Einsatz vor der Haustür.

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Am Sonntagabend um 19 Uhr war Schichtwechsel. Rund 240 OSB-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind 24 Stunden abwechselnd für Osnabrück im Einsatz. „Glücklicherweise ist auch der Schneefall zur Nacht hin weniger geworden. Wenn das Wetter hält, können die Kolleginnen und Kollegen der Nachschicht die Situation auf den Radwegen und Straßen besser in den Griff bekommen. Das werden wir dann auch deutlicher sehen, als am Sonntag,“ gibt sich Schnier optimistisch.

„Für den Montag haben wir die Müllabfuhr aus Verkehrssicherheitsgründen dennoch eingestellt. Wenn es die Verhältnisse zulassen, nimmt die Müllabfuhr ihren Dienst am Dienstag wieder auf. Die Montagstour würde dann auf den Dienstag verschoben, die Dienstagtour auf den Mittwoch usw. bis zum Samstag, 13. Februar.“ erklärt Schnier die vorsorgliche Maßnahme.

Der OSB bittet auf unnötige Fahrten zu verzichten und wenn möglich zu Hause zu bleiben. Und an alle Verkehrsteilnehmer gerichtet: „Bitte nehmen Sie Rücksicht und haben Sie Geduld. Fußgänger, Radfahrer, PKW und LKW nutzen alle den gleichen Verkehrsraum, in dem auch der geschobene Schnee seinen Platz finden muss.“

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des OSB sprach Thomas Fillep als zuständiger Vorstand der Stadt Osnabrück seinen Dank aus. Auch in den kommenden Tagen wird noch viel Einsatz gefordert sein, um die Radwege und Straßen von Schnee freizuhalten.

PM/Stadt Osnabrück

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