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Berufsorientierung in Zeiten von Corona: „Ausbildungsbotschafter“ warben in Schulen für duale Ausbildung

(v. l.) „Ausbildungsbotschafter“ Fabienne Cyron und Ann-Cathrin Heinrichs (Piepenbrock Service GmbH + Co. KG), Alina Speet (LM IT Services AG), Tiffany Beisch (Solarlux GmbH) und Malte Ottehenning (Beresa GmbH & Co. KG) gaben den Jugendlichen an der IGS Osnabrück in Zeiten von Corona einen Einblick in ihre Ausbildung. Foto: IHK

Osnabrück. Nach langer Wartezeit und einigen digitalen Angeboten sind die „Ausbildungsbotschafter“ jetzt wieder in die Schulen von Stadt und Landkreis Osnabrück unterwegs gewesen. „Ausbildungsbotschafter“ sind junge Auszubildende, die Schülerinnen und Schüler für eine duale Ausbildung begeistern möchten. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Berufsorientierung an den Schulen.

Einer der Präsenz-Schuleinsätze fand im Rahmen von Berufsorientierungstagen der neunten Klassen an der Integrierten Gesamtschule Osnabrück statt. Unter strenger Einhaltung der Hygieneregeln berichteten dort fünf Ausbildungsbotschafter von ihrem persönlichen Weg in den Beruf, erwähnten ihre Unsicherheit kurz vor dem Schulabschluss und zeigten einen realistischen Einblick in ihren Ausbildungsberuf. Sie zeigten den Schülerinnen und Schülern, dass sie ihren Weg gefunden haben, auch wenn dieser zu Beginn nicht immer ganz nach Plan verlief.

So engagiert sich Alina Speet, Auszubildende bei LM IT Services AG, als Ausbildungsbotschafterin aus einem ganz persönlichen Grund: „Nach dem Abitur entschied ich mich für ein Lehramtsstudium. Doch zunehmend merkte ich, dass das nicht das ist, was ich gerne machen möchte. Ich brach das Studium ab und begann eine duale Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau.“ Bereut hat sie ihre Entscheidung nicht. Denn in der Ausbildung könne sie ihre Fähigkeiten gut einsetzen, verdiene ihr eigenes Geld und einige ihrer Kollegen sind zu guten Freunden geworden. „Deshalb bin ich Ausbildungsbotschafterin. Ich möchte den Jugendlichen zeigen, dass der Weg in den Beruf auch über Umwege funktioniert“, ermuntert Speet.

Der Ausbildungsbotschafter Malte Ottehenning, Auszubildender bei Beresa GmbH & Co. KG, zeigte den Schülerinnen und Schüler sein Berufsbild auf dem Schulparkplatz: Dort hatte er ein Auto abgestellt und schaffte es, die Neugierde auf seinen Beruf als KFZ-Mechatroniker zu wecken. „Die Jugendlichen waren sehr interessiert und haben viele Fragen gestellt“, berichtet Ottehenning. „Es freut mich, wenn ich meine Begeisterung für diese Ausbildung teilen kann.“

Noch vor wenigen Wochen waren Schuleinsätze wie dieser kaum vorstellbar. „Wir freuen uns, dass wir zuletzt wieder Präsenzveranstaltungen mit den Ausbildungsbotschaftern durchführen zu konnten. Digitale Angebote sind zwar eine gute Alternative, sie ersetzen jedoch nicht den persönlichen Kontakt. Auf den möchten wir ungern verzichten“, unterstreicht Phyllis Schneidmiller, Projektkoordinatorin der Industrie- und Handelskammer Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim. Auch Anna Freudenberg, Schulsozialarbeiterin an der IGS Osnabrück, sieht die Einsätze vor Ort positiv: „In diesem Jahr wurden aufgrund von Corona die Praktika auf freiwilliger Basis durchgeführt. Da viele Unternehmen jedoch keine Praktikanten aufnehmen konnten, ist diese Art der Berufsorientierung für viele Schülerinnen und Schüler ausgefallen. Daher leisten die Auszubildenden einen wichtigen Beitrag zur Berufswahl.“ Meike Wirtz-Winkler, Projektkoordinatorin der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, ergänzt: „Dieses Angebot ist eine gute Gelegenheit, die Vielfalt der Ausbildungsberufe kennenzulernen und gleichzeitig konkrete Adressen von Ausbildungsbetrieben zu erhalten.“

Das Angebot der „Ausbildungsbotschafter“ ist ein gemeinschaftliches Projekt der IHK und Handwerkskammer mit dem Ziel, die duale Ausbildung in der Region zu stärken. Die Initiative wird mit Mitteln vom Land Niedersachsen und des Europäischen Sozialfonds gefördert.

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