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Osnabrücker Weihnachtsmarkt fällt aus


Osnabrück. Aufgrund der aktuellen Infektionslage hat der Krisenstab der Stadt Osnabrück in Abstimmung mit Oberbürgermeister Wolfgang Griesert entschieden, den historischen Weihnachtsmarkt abzusagen. „Nach reiflicher Abwägung sehen wir wegen der rasant steigenden Zahlen keine andere Möglichkeit als eine Absage“, sagt Stadträtin Katharina Pötter, die den Krisenstab leitet.
Die Entscheidung musste spätestens jetzt getroffen werden – und sie wurde in enger Abstimmung mit Schaustellern und Marktbeschickern gefällt. Geplant war, dass der Weihnachtsmarkt am 13. November beginnt, in der kommenden Woche hätte der Aufbau stattfinden müssen. Zuvor hätten die entsprechenden Verträge geschlossen werden müssen.
„Den Weihnachtsmarkt jetzt abzusagen, ist die einzig richtige und vernünftige Entscheidung“, sagt deshalb auch Bernhard Kracke, der Vorsitzende des Schausteller-Verbandes Weser-Ems. „Das ist natürlich ein Schlag, aber viel schlimmer wäre es gewesen, wenn wir den Weihnachtsmarkt aufgebaut und zu einem späteren Zeitpunkt abgebrochen hätten.“ Kracke bedankt sich bei der Stadt Osnabrück, die über Wochen Konzepte entworfen und mit Schaustellern, Marktbeschickern und Kunsthandwerkern abgestimmt hat, um einen Weihnachtsmarkt doch noch zu ermöglichen. „Es ist ganz deutlich, dass die Stadt diese Entscheidung nicht leichtfertig oder voreilig getroffen hat“, so Kracke.

Deshalb freut sich der Vorsitzende des Schaustellerverbandes auch, dass die Aktion „Schausteller in der City“ nicht nur verlängert, sondern auch ausgeweitet wird. „Die Aktion ist unter den gegebenen Umständen ein Erfolg“, sagt Alexander Illenseer, Geschäftsführer der Marketing Osnabrück GmbH (mO). Deshalb wird es bis zum 23. Dezember ein Angebot an Ständen in der Innenstadt geben, das sogar auf 40 bis 45 Stände ausgeweitet wird – nach einem Konzept, das die Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften ermöglicht.
Drei Punkte sind Illenseer dabei besonders wichtig. So ist die Ausweitung eine wichtige Unterstützung für die Schausteller. Doch auch der Handel, die Gastronomie und die Kultur profitieren in normalen Jahren davon, wenn der Weihnachtsmarkt den Besuch der Innenstadt zu einem Erlebnis macht. Durch die Ausweitung der Aktion „Schausteller in der City“ ist deshalb von einem positiven Effekt für Handel und Gastronomie auszugehen. Der wichtigste Punkt ist für Illenseer jedoch das Gefühl von Weihnachten. „Es gibt wenig, was uns mehr verbindet, als das gemeinsame Erleben der Weihnachtszeit“, sagt er. „Ich freue mich, dass wir dieses Gefühl zumindest bis zu einem gewissen Grad erhalten können, auch wenn es sicherlich das ungewöhnlichste Weihnachtsfest seit 70 Jahren wird.“

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