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Stadt reagiert auf steigende Corona-Infektionen

Symbolfoto: Henning Hünerbein

Osnabrück. Die Stadt Osnabrück hat am Mittwoch die kritische Grenze der 7-Tage-Inzidenz überschritten. In einer Pressekonferenz haben Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und Krisenstabschefin Katharina Pötter verkündet, welche Maßnahmen getroffen werden.

„Ganz unerwartet trifft uns die Entwicklung der Corona-Infektionen nicht“, sagt Oberbürgermeister Wolfgang Griesert in einem Pressegespräch am Mittwoch, 21. Oktober. „Die Stadt Osnabrück liegt heute erstmals bei der 7-Tage-Inzidenz bei über 50, nämlich bei 55,3 mit weiterhin steigender Tendenz. Und wir müssen uns darauf einstellen, dass auch in den kommenden Wochen sich mehr Menschen mit dem Corona-Virus infizieren und daran erkranken als davon gesunden. Der städtische Krisenstab hat bereits Maßnahmen vorbereitet, die wir nun umsetzen um die Dynamik abzubremsen. Dabei wollen wir mit Augenmaß vorgehen, aber alles dafür tun, um die Verbreitung der Pandemie zu verlangsamen oder gar zu stoppen. Denn wir müssen einen zweiten Lock-down wie im Frühjahr möglichst verhindern, auch um nicht noch mehr Arbeitsplätze zu gefährden. Dabei hoffe ich sehr, dass wir unsere Schulen und auch Kitas und Horte geöffnet halten können. In den kommenden Wochen gilt mehr denn je, dass jeder seinen Teil dazu beitragen muss, die Verbreitung des Virus zu verhindern.“

Zu den Maßnahmen die nun umgesetzt werden und ab morgen per Allgemeinverfügung in Kraft treten zählen:

  • Eine Maskenpflicht auf den belebten Straßen und Plätzen in der Innenstadt. Dazu gehört die Fußgängerzone zwischen Neumarkt und Dielinger Straße, der Domvorplatz, Markt, Ledenhof, der Bereich um die Katharinenkirche, Neumarkt und Bahnhofsvorplatz. Auch in der Hasestraße, Hakenstraße und Lortzingstraße gilt diese Pflicht.
  • In der ganzen Stadt wird eine Sperrstunde ab 23 Uhr eingeführt. Das bedeutet für alle Gastronomiebetriebe, in denen getrunken und gegessen werden kann, dass die Gäste bis 23 Uhr die Lokalität verlassen müssen. Die entsprechenden Lokalitäten werden auf die Einhaltung der Sperrstunde kontrolliert. Auch Außenbereiche werden auf die Einhaltung der Regeln kontrolliert, zu denen gehört, dass sich im öffentlichen Raum maximal 10 Personen in einer Gruppe aufhalten dürfen.
  • In der Stadtverwaltung gilt bereits für alle, die nicht allein in einem Raum arbeiten, die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Verwaltung möchte damit auch eine Vorbildfunktion für alle anderen Betriebe übernehmen und diese mit der Aufforderung verbinden, eine ebensolche Verpflichtung für die Mitarbeiter zu veranlassen.
  • Prüfung aller öffentlichen Veranstaltungen auf ihre Notwendigkeit hin. Veranstaltungen, die nicht stattfinden müssen, werden abgesagt. Dazu gehören am Montag, 26. Oktober, die Lesung „Erfahren, woher wir kommen“ und das erste Remarque-Gespräch.
  • Die nächsten Heimspiele des VfL Osnabrück müssen ohne Zuschauer stattfinden.

„Bewusst haben wir zunächst noch von einer Reglementierung insbesondere des Breitensportes abgesehen“, sagt die Leiterin des städtischen Krisenstabes, Katharina Pötter. „Ich schließe aber nicht aus, dass wir schon bald auch in diesem sensiblen Bereich eingreifen müssen, um mögliche Infektionswege zu unterbinden.“

„Liebe Osnabrückerinnen und Osnabrücker“, wendet sich der OB besorgt an die Bürger, „die Einschränkungen, die wir veranlassen, bringen nichts, wenn Sie diese Maßnahmen nicht mittragen und akzeptieren. Wir müssen uns auf schwierige Wochen einstellen, in denen jeder für sich und für die Allgemeinheit verantwortlich ist. Dabei geht es nicht nur um die gesundheitlichen Aspekte. Ich bitte Sie, nehmen Sie die Situation sehr ernst. Das Virus ist ein fieser Gegner, der unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt auf den Prüfstand stellt. Das Virus ist aber auch deswegen ein fieser Gegner, weil es bisweilen harmloser zu sein scheint als es ist. Lassen Sie sich nicht beirren von Leuten, die den Ernst der Lage anzweifeln. Unsere Maßnahmen verfolgen nach wie vor zwei Ziele: wir dürfen unser Gesundheitssystem nicht überlasten und wir wollen möglichst schnell durch die Pandemie hindurchkommen. Ob uns das gelingt, hängt von uns allen ab.“

Nach wie vor ist ein Bürgertelefon geschaltet. Die Nummer lautet: 0541 323-4444.

Alle Information, insbesondere auch die Karte, die zeigt, wo in der Stadt die Maskenpflicht gilt, werden auch im Internet unter www.corona-os.de eingestellt.

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