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Bad Essen

Eine Verstorbene und 40 Infizierte bei Corona-Ausbruch in Bad Essen

Foto: TV7News, Festim Beqiri

Bad Essen. Eine 85-jährige Frau ist im Krankenhaus verstorben, weitere 27 Bewohner und 13 Mitarbeiter sind positiv auf das Virus getestet worden: Das ist die bisherige Bilanz eines massiven Ausbruchs von Corona im Vitalis-Wohnpark in Bad Essen.

Der gemeinsame Gesundheitsdienst von Landkreis und Stadt Osnabrück hat in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bad Essen als sofortige Reaktion für Sonntag, 11. Oktober, ab 15 Uhr in der Oberschule in Bad Essen für Besucher mit Kontakt zu infizierten Personen und eine wenige noch nicht getestete Mitarbeiter des Alten- und Pflegeheims eine Testmöglichkeit organisiert.

Um die Bewohner und das Pflegepersonal besser zu schützen, wurden seit Donnerstag weitere Hygiene- und Schutzmaßnahmen in Abstimmung mit dem Gesundheitsdienst vorgenommen. Das teilte die Dr. Becker Unternehmensgruppe am Samstagnachmittag mit. Bis auf Weiteres gilt wieder ein Besuchs- und Ausgangsverbot. Alle Bewohner befinden sich nun in einer zimmerbezogenen Quarantäne. Das bedeutet, sie werden vorerst in ihren Zimmern versorgt. Das jeweilige Pflegepersonal betreut ausschließlich eine Etage. Die Laufwege zwischen den Etagen wurden so getrennt, dass es zu keiner Begegnung der Mitarbeiter zwischen den Etagen mehr kommen kann. Alle Mitarbeiter tragen auch in den pflegefreien Arbeitszeiten entsprechende Schutzkleidung.

Mit den zusätzlichen heutigen Infektionsfällen und den Infektionen im Team, kommt die Senioreneinrichtung aktuell an ihre Belastungsgrenze. „Seit Tagen bemühen wir uns intensiv um zusätzliche Pflegekräfte“, schildert Susanne Schmidt, Geschäftsführerin der Vitalis Wohnpark GmbH und Co.KG. „Wir erhalten Unterstützung von einigen Zusatzkräften aus unseren anderen Einrichtungen und erhielten von Personalvermittlern Unterstützung. Das reicht aber nicht. Daher haben wir den Gesundheitsdienst Osnabrück ersucht, uns zu unterstützen und zu prüfen, inwieweit uns Kräfte der Bundeswehr oder des Technischen Hilfsdienstes unterstützen können. Eine Verlegung der Bewohner in andere Einrichtungen halten wir in der aktuellen Infektionssituation nicht für sinnvoll. Wir hoffen, dass wir gemeinsam mit dem Gesundheitsdienst schnell Entlastung für unsere Mitarbeiter erzielen. Unser Team steht zeitlich, körperlich und psychisch unter einer enormen Belastung“, schildert Schmidt.

Eine besonders Herausforderung für den Gesundheitsdienst ist dabei die hohe Zahl von rund 200 Besuchern, die im Wohnpark waren, die deshalb als Kontaktpersonen in Frage kommen und die einzeln telefonisch am Wochenende über die Situation und die Möglichkeit der Testung am Sonntag informiert werden mussten. 20 Mitarbeiter der Kreisverwaltung sind am heutigen Samstag mit dieser Aufgabe beschäftigt. Die Tests in der Oberschule werden im Auftrag des Gesundheitsdienstes von den Johannitern durchgeführt und sind für die Getesteten kostenlos.

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