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Vorfreude auf das Seifenkistenrennen am Himmelfahrtstag steigt

Pauls (12) Ziel ist klar: Besser als Platz 29 in der Fun-Klasse. Den belegt er bei seinem ersten Mal beim Seifenkistenrennen am Hauswörmannsweg. Für gute Startvoraussetzungen sorgte Günter Teske, der Pauls Sitz noch so versetzte, dass auf dem Sozius genug Platz für Pauls Schwester Nina (8) ist. | Fotos: Claudia Sarrazin

Die Vorbereitungen für das Seifenkistenrennen des Gemeinschaftszentrums Ziegenbrink am Hauswörmannsweg in Osnabrück laufen auf Hochtouren. Geduldig standen die Seifenkistenpiloten im strömenden Regen bei der Registrierung und zum Rennkisten-TÜV an. Nun hoffen alle, dass die Wetterprognosen Recht haben. Und das Rennen am Donnerstag, 25. Mai, bei gutem Wetter um 9 Uhr startet.
Nicht nur die Seifenkisten-Piloten und Erbauer kamen zum Gemeinschaftszentrum am Ziegenbrink, das das Seifenkistenrennen organisiert. Auch einige Sponsoren und Stadtrat Wolfgang Beckermann nutzten die Gelegenheit, sich die neusten Seifenkisten anzuschauen.
Für Beckermann, der Ende vergangen Jahres nach Osnabrück wechselte, ist dies das erste Seifenkistenrennen am Hauswörmannsweg: „Ich wusste, das ist hier ein großes Ereignis. Deshalb habe ich mich vorher informieren lassen und bin echt begeistert.“ Es ist das 17. Seifenkistenrennen in Folge, für das sich wieder rund 150 Piloten ab sieben Jahren angemeldet haben. „Möglich ist das nur, weil sich viele auf unterschiedliche Art und Weise ehrenamtlich engagieren. Das ist eine tolle Gemeinschaftsleistung“, fand Beckermann, der auch wusste, dass für das Rennen bisher 24.500 Euro für die Finanzierung zusammengekommen sind.
Neben der Stadt engagieren sich viele Firmen wie die Sparkasse Osnabrück, das Autohaus Deters, die Bakeri in Melle oder die Axa-Vertretung von Ulrich Niendieker. Insgesamt gaben mehr als 20 Spender sogar mehr als 200 Euro. „Aber auch Kleinvieh macht Mist“, freute sich Beckermann auch über kleine Spenden und zog schon vor Rennstart sein erstes Fazit: „Ich finde es einfach klasse.“

Zu den neuen, und am Tag der Registrierung besonders neugierig beäugten, Fahrzeugen zählten unter anderem ein Opel-Rennschlitten und ein Karmann Ghia. | Fotos: Claudia Sarrazin


Zwei der Piloten, die an Christi Himmelfahrt mit ihrer „rasenden Kiste“ an den Start gehen sind die 14-jährigen Zwillinge Lewi und Schimon. Sie nehmen bereits seit fünf Jahren an den jährlichen Bauaktionen des Gemeinschaftszentrums unter der Leitung von Paul Hahn teil, und fuhren schon im rollenden Feuerzeug, einem Radiergummi, einem Spaceshuttle und einer Yacht beim Seifenkistenrennen mit. Diesmal starten sie mit ihrer ersten selbst entworfenen und fast ganz alleine gebauten Seifenkiste – einer Computermaus – und fanden: „Den meisten Spaß macht das Bauen.“ Allerdings sei das diesmal um einiges schwerer gewesen, weil sie versucht haben, möglichst alles selbst zu machen. Ihre Seifenkiste war jedoch nicht die einzige neue für das Rennen. Zu den neuen, und am Tag der Registrierung besonders neugierig beäugten Fahrzeugen zählten unter anderem ein Opel Dragster, ein Karmann Ghia und ein Schaufelraddampfer.

Spielt das Wetter mit?

Während draußen vor dem Gemeinschaftszentrum am Ziegenbrink die Schlange bei der Registrierung langsam kürzer wurde, spekulierten drinnen Sponsoren und Organisatoren über das Wetter. Alle zeigten sich optimistisch und auch Andrea Krüßel, Leiterin des Ziegenbrinks erklärte. „Traditionell haben wir beim Probetraining Regen und am Renntag schönes Wetter.“ Bei Günter Teske probierte derweil Paul (12), ob der Sitz seiner Renn-Rakete nun besser passte. Teske hatte diesen gerade umgesetzt: „Das ist mein zweites Rennen“, so Paul, der gemeinsam mit Schwester Nina (8) an den Start gehen wird.
Am Renntag selbst starten die Piloten von 9 bis 19 Uhr in sieben Klassen, unter anderem in der OS-Junior, OS-Senior, FUN-Klasse und Roadrunner. Die jüngsten Rennfahrer werden sieben Jahre sein, die Ältesten erfahrungsgemäß um die  80 Jahre.

Familienfest

Und während die Seifenkisten mit bis zu 40 Stundenkilometern den Hauswörmannsweg herunter rasen, findet rings herum ein Familienfest statt. Dabei sorgen Kindermusiker Frank und seine Freunde, Clown Lille und Spielgeräte wie Hüpfburg und Bungeetrampolin für Abwechslung, während sich die Besucher unter anderem mit Kaffee und Kuchen, Bratwurst, Pizza, Waffeln und Crêpes oder Eis stärken können.
Damit auch nicht so finanzstarke Familien an dem Event teilnehmen können, verteilten die OsnaBrücke und der Ziegenbrink jeweils entsprechende Gutscheine. Und zu den ehrenamtlichen Helfern an diesem Tag, die für die Sicherheit zuständig sind,  gehören rund 170 junge Mitglieder des Technischen Hilfswerkes (THW). Sie kommen aus ganz Deutschland. „Am weitesten fahren die THWler aus Friedrichshafen – 700 Kilometer. Aber die sind jedes Jahr mit dabei“, so Michael Schott vom THW.


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