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Schülerbeförderung in Corona-Zeiten: Stadt und Stadtwerke in enger Abstimmung

Foto: Wilfried Borchert

Osnabrück. Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die Schülerbeförderung. Unter Schülern und Eltern herrscht Unsicherheit, wie gut der Infektionsschutz in mehr oder weniger vollen Bussen gewährleistet werden kann. Stadt und Stadtwerke sind daher in enger Abstimmung um zu klären, wie für Schüler, Eltern und den Schulkräften eine optimierte Lösung aussehen kann.

„Zeitnah stellen wir in einem Abstimmungsgespräch zwischen Stadt, Stadtwerken, den Schulleitungen der weiterführenden Schulen und dem Vorstand des Stadtelternrats die bisherigen Maßnahmen und Überlegungen vor und werden weitere Optimierungen erörtern“, so Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann.

Weiterer Entzerrung des Unterrichtsbeginns

Eine von mehreren möglichen Lösungen könnte eine Entzerrung des Unterrichtsbeginns bei weiterführenden Schulen sein: Ein gestaffelter Unterrichtsbeginn würde zum einen die Schülerströme entzerren, zum anderen würde sich dies nahtlos in den bereits bestehenden Zehn-Minuten-Takt der Stadtwerke einbinden. Ein weiterer zu diskutierender Lösungsgedanke könnte ein grundsätzlich nach hinten verschobener Schulstart sein, der zudem dem Biorhythmus vieler Jugendlichen entgegenkommen dürfte. Beide Lösungen könnten darüber hinaus die Bedarfsspitze bei den Stadtwerken entlasten, weil sich diese auf einen längeren Zeitraum verteilen. Wichtig ist aus Sicht der Stadt Osnabrück allerdings, dass schulorganisatorische Aspekte der jeweiligen Schulstandorte berücksichtigt werden und eine Einordnung in den Schulalltag gegeben ist.

Beckermann sieht positive Auswirkungen in den Lösungsansätzen. Er ruft alle Beteiligten auf, ergebnisoffen in die Diskussion zu gehen: „Mir ist bewusst, dass es aber auch viele schulische und nichtschulische Gründe gibt, die gegen einen späteren Unterrichtsbeginn an weiterführenden Schulen sprechen, nicht zuletzt, weil es auch zu Änderungen im Tagesablauf kommt. So verwundert es mich auch nicht, dass in einer benachbarten Großstadt ein späterer Schulstart kurzfristig zwar vorgesehen war, aber aus den genannten Gründen vorerst verschoben wurde, weil auch dort weitere Abstimmungen erforderlich sind. Aber bereits im Februar haben der zuständige Stadtwerkevorstand Dr. Stephan Rolfes und ich unabhängig von der Pandemie Gespräche geführt, ob prinzipiell ein späterer Unterrichtsbeginn an weiterführenden Schulen sinnvoll sein könnte. Wir wollten dies Thema dann mit den Schulen erörtern, wurden aber von der Pandemie unterbrochen. Im Rahmen der aktuellen Diskussionen werden wir dies wieder aufgreifen“.

Um mit allen Beteiligten zeitnah ins Gespräch zu kommen, hat Beckermann am Freitag zusammen mit der Schulverwaltung die Schulleitungen der weiterführenden Schulen, den Vorstand des Stadtelternrates und Vertreter der Stadtwerke AG zu einem gemeinsamen Austausch am 23. September eingeladen. Dabei sollen mögliche Lösungsvorschläge diskutiert und unter Berücksichtigung der jeweiligen Interessen abgewogen werden.

Und das ist schon passiert

Mit Beginn des neuen Schuljahres haben die Stadtwerke einzelne Linien beobachtet und Handlungsbedarfe identifiziert. So wurden insbesondere die Linien 10, 20, M1, M3 und M4 zusätzlich verstärkt. Darüber hinaus wurden Einsatzfahrten im Schülerverkehr bedarfsgerecht angepasst.

Auch in den kommenden Tagen werden die Stadtwerke die Schülerbeförderung im Blick halten und Anpassungen auf sich verändernde Situationen vornehmen.

Die neu aufgenommenen Verstärkerfahrten werden bis zum 11. September auf der Seite der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück aktualisiert und jederzeit abrufbar sein.

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