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Bissendorf

Für eine leise Schiene: Deutsche Bahn stattet Bissendorf mit Lärmschutz aus

Bissendorf/Hamburg. Im Frühjahr 2021 wird es deutlich leiser an der Bahnstrecke Löhne-Rheine, denn die Deutsche Bahn (DB) installiert hier im Auftrag des Bundes einen neuen Lärmschutz. Für die Bewohnerinnen und Bewohner der Ortsteile Lüstringen-Ost, Stockumer Mark und Jeggen-West entstehen zwei Lärmschutzwände aus hochschallabsorbierenden Leichtmetallelementen, die den Verkehrslärm der Schiene spürbar reduzieren. Mit der Maßnahme des freiwilligen Bundesprogrammes „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ setzt die DB weiter darauf, die umweltfreundliche Schiene auch zu einer leisen Schiene zu machen.

Die DB installiert zunächst eine rund 120 Meter lange Lärmschutzwand südlich der Bahnstrecke im Bereich „Gut Stockum“. Die Vorarbeiten für die Lärmschutzwand haben bereits begonnen. Die Hauptarbeiten erfolgen durchgehend im Zeitraum von Montag, den 10.08.2020, bis Freitag, den 14.08.2020. Auch für die Bürgerinnen und Bürger nördlich der Bahnstrecke soll es ab 2021 leiser werden. Hier plant die DB eine rund 2.200 Meter lange Lärmschutzwand, die sich vom Bahnübergang „Lüstringer Straße” bis ungefähr 80 Meter über die „Johannstraße” hinaus erstreckt. Die Arbeiten für die Lärmschutzwand nördlich der Bahnstrecke finden im Zeitraum von Samstag, den 27.02.2021, bis Montag, den 29.03.2021, statt.

Modernes lärmgedämpftes Arbeitsgerät

Die Bauarbeiter*innen der DB setzen moderne lärmgedämpfte Arbeitsgeräte ein. Um die Bauarbeiter*innen vor herannahenden Zügen zu schützen, installiert die DB in der Regel feste Absperrungen, so kann der Einsatz von Signalhörnern weitgehend vermieden werden. Warneinrichtungen werden von den Unfallkassen jedoch ausdrücklich gefordert und den örtlichen Gegebenheiten angepasst. Belästigungen durch Staub und Lärm lassen sich daher leider nicht ganz vermeiden. Die Deutsche Bahn bittet alle Betroffenen um Verständnis für die mit diesen Arbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten.

Über die Lärmsanierung

Seit 1999 wird die „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ von der Bundesregierung gefördert. Damit wurde die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Seit dem Start des Programms haben Bund und Bahn bis einschließlich 2019 über 1,6 Milliarden Euro in die Lärmsanierung von 1.844 Kilometern Schienenstrecke und rund 62.000 Wohneinheiten investiert. Allein im Jahr 2019 wurden über 50 Kilometer Schallschutzwände fertiggestellt und rund 119 Millionen Euro investiert.

Durch ein neues Gesamtkonzept, das seit Anfang 2019 gültig ist, profitieren künftig rund 2.200 Städte und Gemeinden vom Lärmsanierungsprogramm. Dabei hat sich der Gesamtbedarf der zu sanierenden Strecken auf rund 6.500 Kilometer erhöht – eine Steigerung von 75 Prozent.

Bei der Lärmsanierung handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Bundes. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Durchführung. Gefördert werden neben Schallschutzwänden auch schalldichte Fenster und Lüfter an Gebäuden entlang von Bahnstrecken. In Einzelfällen werden auch Dämmungen der Außenfassaden und Dächer teilfinanziert. Der Eigenanteil von einem Viertel der Kosten ist vom Eigentümer zu tragen, da die Maßnahmen immer mit einer Wertsteigerung des Objekts verbunden sind.

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