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Zerlegebetrieb in Dissen nimmt stufenweise Produktion wieder auf

Symbolfoto

Dissen. Nach einem umfangreichen Coronaausbruch hatte ein Zerlegebetrieb in Dissen vor knapp zwei Wochen die Produktion einstellen müssen. Nun wird der Geschäftsbetrieb am Dienstag früh – beginnend mit einer Hygieneunterweisung der Mitarbeitenden – stufenweise wieder hochgefahren, nachdem das Unternehmen ein umfassendes Hygienekonzept nach Vorgaben des Gesundheitsdienstes für Landkreis und Stadt Osnabrück entwickelt hat.
Die Produktion wird allerdings nicht sofort von null auf hundert gestartet. Vielmehr handelt es sich zunächst um einen Probebetrieb, der vom Gesundheitsdienst begleitet wird. So können im ersten Schritt ausschließlich Mitarbeiter eingesetzt werden, die nach 14-tägiger Quarantäne inzwischen wieder genesen sind. Die Beschäftigten, die bei einer zweiten Abstrichaktion einige Tage nach der Betriebsschließung getestet wurden und noch unter Quarantäne stehen, können entsprechend noch nicht an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Vor Aufnahme der Tätigkeit wurden die Beschäftigten aus der ersten Gruppe noch einmal durch den Betriebsarzt untersucht. Gleiches würde auch für weitere Gruppen von Beschäftigten gelten, die gestaffelt wieder ihre Arbeit aufnehmen können.
Der Gesundheitsdienst hatte das Unternehmen nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Hygienemaßnahmen insbesondere in den Unterkünften der Beschäftigten zwingend umzusetzen sind. Der Landkreis hatte dies kürzlich mit entsprechenden Verfügungen rechtlich untermauert.
Der Landkreis Osnabrück hatte im Vorfeld der Wiedereröffnung die Vorgehensweise für den Dissener Zerlegebetrieb mit dem Land Niedersachsen abgestimmt. Darüber hinaus hat der Gesundheitsdienst dem Unternehmen mitgeteilt, dass Änderungen des Ablaufplanes der Zustimmung des Landkreises bedürften.
Hintergrund der Schließung war, dass bei einer ersten Abstrichaktion Mitte Mai 92 Beschäftigte positiv auf Corona getestet worden waren. Bei einer anschließenden Testung fünf Tage später gab es weitere 54 positive Befunde. Der Gesundheitsdienst hatte die positiv getesteten Beschäftigten sowie die Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt. Im Rahmen weiterer Testungen wurde die Ansteckung von sechs bis dahin noch negativ getesteten Kontaktpersonen nachgewiesen. Ihre bereits bestehende Quarantäne verlängert sich entsprechend.

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