Bistum Osnabrück rät von Gottesdienstfeiern grundsätzlich ab

Bischof Bode: Solidarität mit den durch das Coronavirus Gefährdeten

Foto: Henning Hünerbein

Osnabrück. Wegen der fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus hat das Bistum Osnabrück die Kirchengemeinden und Einrichtungen des Bistums Osnabrück von der Feier von Gottesdiensten bis einschließlich Palmsonntag (5. April) „grundsätzlich abgeraten“.

„Die gegenwärtige Situation erfordert außergewöhnliche Schritte, die zu gehen uns allen viel abverlangt“, schreibt Bode in einem Brief an die Gemeinden. Die Schritte seien aber aus Solidarität mit den durch das Virus am meisten Gefährdeten und Betroffenen notwendig. Ab kommenden Montag bleiben auch die 223 Kindertagesstätten und die 16 katholischen Schulen des Bistums in Niedersachsen bis Mitte April geschlossen.

Aufgrund des besonderen Risikopotentials seien Gottesdienste in Krankenhäusern, Altenhilfe- und Pflegeeinrichtungen im Bistum Osnabrück „bis auf weiteres abzusagen“, heißt es in dem Brief an die Gemeinden und Einrichtungen. Beerdigungen können nach aktuellem Stand nur in einem kleineren Rahmen stattfinden. Vor Ostern geplante Taufen und Trauungen seien nach einem Gespräch mit den betroffenen Familien zu verschieben. Auch kirchengemeindliche Veranstaltungen vor Ostern sind laut Bistum abzusagen oder zu verschieben, um das Ansteckungsrisiko zu verringern. „Pfarrheime und Jugendheime dürfen für Veranstaltungen und Versammlungen jeglicher Art nicht zur Verfügung gestellt werden.“

Laut Bischof Bode gibt es in der derzeitigen Situation für keinen Katholiken eine Verpflichtung zum Besuch von Gottesdiensten im Sinne der Sonntagspflicht. Als Alternative empfiehlt der Bischof die Nutzung medialer Gottesdienstangebote und das persönliche Gebet.